HR aufsetzen

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  • Hallo,
    hätte mal eine Frage an die Erfahrenen Imker hier, ich imkere auf Zander und hab mein Volk auf einer Zarge überwintert.
    Jetzt steht die Kirsche kurz vor der Blüte, Habe nun folgede Situation: Auf 3 Waben ist Brut in allen Stadien, 4 Waben habe ich noch als Futterwaben
    vom Winter drin, teils voll bis fast leer. Die restlichen sind noch Mittelwände. Nun zu meiner Frage: Soll ich das Vol einengen und den HR aufsetzten da ja die Blüte Massentracht
    kurz bevor steht und auch somit die Futterwaben rausnehmen? Oder nur die Futterwaben rausnehmen und gegen Mittelwände tauschen und erst wenn es da zu eng wird den HR aufsetzten, was ja aber den Nachteil hätte das ich keine reinen Honigwaben hätte, d.h. evtl teils mit Brut drauf.


    Besten Dank im vorraus für die Antworten

  • Viel Erfahrung habe ich noch nicht (bin im 3-en Jahr) aber hier meine Gedanken.


    Jedes Volk braucht ständig mindestens 4-6kg Futter, sei es Winterfutter oder frische Nektar, ich weis nicht wie schwer volle Zander Waben sind aber ich würde einer am Brutnest und der Rest als Randwabe im Volk lassen und eventuell mit ne Reiszwecke markieren damit Du die nicht schleuderst.


    HR würde ich aufsetzen, damit die Bienen der Raum erst mal annehmen. Nehme an das Du nur MW im HR gibt. Wenn es loss geht mit der Tracht werden die die dan ausbauen.



    Gruß, Victor

  • Ich würde an jeder Seite der Brut eine Futterwabe lassen und den Rest an beiden Seiten mit MW auffüllen.
    Nach 8 Tagen nachsehen und evt. eingreifen. HR erst aufsetzen wenn 1-2 Waben nicht besetzt sind!

    Euer Bienenrudi ;)


    Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)

  • Ich würde an jeder Seite der Brut eine Futterwabe lassen und den Rest an beiden Seiten mit MW auffüllen.
    Nach 8 Tagen nachsehen und evt. eingreifen. HR erst aufsetzen wenn 1-2 Waben nicht besetzt sind!

    Genau so wollte ich das heute auch machen.
    (Bei mir die gleiche oben Beschriebene Situation, nur auf DNM aber das Volk quilt über).

  • Hallo, Liebe Imkerfreunde


    Hier bei uns im Nordosten in der Nähe der Ostsee war der März ungewöhnlich mild.


    Am 4. April haben wir Futterkranzproben für die Faulbrutuntersuchung entnommen. Das Ergebnis war zu unserem Glück negativ.


    Drei Völker von elf waren überstark, und eines davon hatte schon im Baurahmen in der oberen Brutzarge eine halbe Wabe Drohnenbau heruntergebaut. Ich habe noch am gleichen Tag das Volk auf eine Brutzarge, ausgestattet mit einer vollen Futterwabe, den Baurahmen und neun Brutwaben mit Futterkränzen gesetzt. das Absperrgitter aufgelegt und eine Honigraumzarge, ausgestattet mit drei ausgebauten Waben, sieben Mittelwänden und nochmals eine volle Futterwabe als Randwabe zur Sicherheit aufgesetzt.


    An dem Tag waren die Weiden in Vollblüte und die Bienen flogen gut bei 12 Grad Höchsttemperatur.


    Der Honigraum war am nächsten Tag voll angenommen.


    Leider war das Wetter im gesamten Monat April ungewöhnlich kalt und windig (viele Tage mit Sturmstärke) , an keinem Tag wurden 15 Grad erreicht.


    So nach und nach an den wenigen Tagen mit ausreichendem Bienenflug habe ich die restlichen Völker ebenso behandelt.


    Durch das Einengen auf einen Brutraum haben die Bienen es leichter die Temperatur zu halten und die Honigraumzarge zu besiedeln.


    Zur Zeit blühen die Kirschbäume voll und der Raps beginnt zu blühen.


    Mit der Hoffnung auf endlich besseres Wetter.


    Freundliche Grüße


    Martin

  • Ich weiß nicht, was man genau unter "HR wurde voll angenommen" versteht.
    Aber bei mir wurde seit dem Post von mir am 3. April überhaupt nichts angenommen. Da sind vielleicht 50 Bienen im Honigraum aber ausgebaut wird da absolut nichts.
    Hätt die Zarge auch weglassen können... Bei mir ist die Frühtracht Ade, wenn es nicht jetzt noch wärmer wird. Der Apfel öffnet vorsichtig die Blüten.
    Kirsche, Blutpflaume & co. sind schon vorbei. Nur ein paar letzte Kirschblüten hängen traurig an den Bäumen.


    edit:
    von links nach rechts (kaltbau):
    1 Futter/Pollenwabe, Baurahmen (ausgebaut), 7 Brutwaben in allen Stadien, Bauhrahmen (ausgebaut), 1 Futter/Pollenwabe

  • Nicht verzagen Johannes ;-)


    In einem Jahr läuft es so, im anderen so. Und die Regionen in Deutschland sind auch alle verschieden. Manche ernten früh, manche spät, manche viel und manche nix.


    Den Bienen reichen einige wenige optimale Tage um einen Honigraum vollzustopfen. Vielleicht wird es ja noch was.


    In einem meiner ersten Jahre (im 2. oder 3.) hab ich den Frühjahrshonig zu lange drauf gelassen, weil ich noch kein eigenes Refraktometer hatte und sicher sein wollte, dass der Honig trocken genug ist. Dann kam eine Periode schlechten Wetters und ich konnte nicht ernten. Und als ich wieder reingeguckt hatte, hatten die die halben Honigräume wieder aufgefressen und verbrütet. Ich war total frustriert.


    Dann hab ich aber von vielen anderen Imkern, die radikal abgeerntet hatten, gehört, dass deren Völker seit 2 Wochen aus der Brut waren, weil die Völker durch das schlechte Wetter am hungern waren.


    So waren meine Völker dann in dem Jahr wenigstens fit für die Sommertracht und ich hatte dann reiche Ernte. Während die Völker vieler anderer Imker sich erstmal wieder erholen mußten.


    So kann es gehen. Es ist in jedem Jahr und in jeder Region anders. Laß dich nicht entmutigen


    Gruß
    Susanne

  • Ich denke auch, dass meine Bienen die Frühtrach eher als Aufbautracht nutzen.
    Wenn sie denn mal fliegen können dann sieht es hier fast aus, als würden sie schwärmen, weil so viele Jungbienen sich neu einfliegen müssen.
    Ich denke die warten genau so wie wir auf endlich gutes Wetter.


    Leider ging es mir letztes Jahr genau so und ich habe der Frühtracht auch nur noch hinterher winken können. Deswegen bin ich auch sehr verunsichert, ob ich nicht irgendetwas falsch mache.
    2015 hatte ich ein sehr gutes Jahr. Starke Völker und sowohl Frühtracht, als auch Sommertracht und sogar etwas Spätsommer. Da war viel Blatthonig dabei.


    Die Kastanien und vor Allem die Linde kommen ja auch noch. Diese waren letztes Jahr total verregnet aber ein wenig konnte ich trotzdem ernten.
    Am Montag ist wieder Vereinssitzung in meinem Imker Verein. Bin mal gespannt, was die so zu berichten haben, da sie ja in meiner unmittelbaren Umgebung sind.
    Über die Winterverluste war ich auch überrascht. Da bin ich zum Vergleich noch gut bei weg gekommen.

  • Das kann viele Ursachen haben. Es muß nicht so sein, dass du was falsch gemacht hast. Es kann am Standort liegen, am Wetter, aber auch ein Microklima macht ne Menge aus.


    Hier im Kleingartengebiet, in dem ich meinen ersten Stand hatte, war ich schon überglücklich mit dem Standort, weil ich im Vergleich zu anderen viel geerntet habe. Dannach hatte ich ja noch 3 Stände dazu bekommen und hab meine Heimatstandbienen immer als Referenz genutzt habe. Also um zu schauen, wie weit die sind und so. Bevor ich das nicht für nötig hielt, habe ich mir die Wege zu den anderen Ständen erspart.


    Und da hab ich mich echt erschrocken. An den anderen Ständen waren die viel weiter, also um 10 Tage waren die bestimmt voraus.


    Das sah dann so aus:


    Wenn ich am Heimstand meinte es wäre Zeit für die ersten Drohnenrahmen, hatten die auf den anderen Ständen bereits unten jede Menge Wildbau mit verdeckelten Drohnen.


    Wenn ich am Heimstand die ersten Spielnäpfchen entdeckt hab, waren die an den anderen Ständen schon geschwärmt.


    Wenn die am Heimstand anfingen den Honigraum zu füllen, war an den anderen Ständen die Honigräume voll, das Brutnest verhonigt und die Völker in Schwarmstimmung oder schon weg...grmpf.


    Und das alles in der gleichen Stadt !!! Wir haben hier in Bremen teilweise bis zu 5 Grad Temperaturunterschiede.


    Und die Außendstände von denen ich hier schreibe, waren alle in geschützter Lage, Windgeschützt, etwas erhöht, und von 3 Seiten von Hecken oder Wänden umgeben.


    Ich weiß nicht genau was da den Ausschlag gegeben hat, aber der Unterschied war gravierend. Trachmäßig glaube ich nicht, dass es große Unterschiede gab. Alle Stände waren in paradisischer parkähnlicher Landschaft. Umgeben von jeder Menge Gärten, Hecken und Bäumen.


    Du siehst, es muß nicht an Dir liegen, warum deine Honigräume noch nicht voll sind.


    Gruß
    Susanne

  • Leider haben alle Imker gewaltige Probleme.
    Die Bienenvölker sind sehr stark und nicht in Schwarmstimmung.
    Im Gegensatz zu allen Prognosen.
    Die Honigräume sind sperrlich angenommen.
    Sollte das Wetter umschlagen, sieht binnen eine Woche alles entgegengesetzt aus.
    Die Imkerschaft, die Weidenhonig im HR haben, könnten mit der Ernte Probleme bekommen.
    Hier ist die Obstblüte durch. Der Löwenzahn ist noch vorhanden. Der Raps ist in voller Pracht zu sehen.


    Es ist also noch alles offen, zu mindestens für den Raps.

    Euer Bienenrudi ;)


    Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)

  • Die Bienenvölker sind sehr stark und nicht in Schwarmstimmung.
    Im Gegensatz zu allen Prognosen.

    Das habe ich auch beobachtet. Wirklich, das diesjährige Wetter stellt meine bisherigen Erfahrungen auf den Kopf.
    Die Bienen kommen damit zurecht, die Imker können neues lernen ;)

  • Hallo


    Unter HR voll angenommen verstehe ich, dass alle Wabengassen besetzt sind und an den Mittelwänden


    gebaut wird.


    lch überwintere die Völker in zwei Zargen Segeberger Magazin.


    Ab jetzt werden die Völker in einer Brutraumzarge geführt.


    Die gesamte Beute wird beiseite gestellt, auf einem sauberen Boden am Standplatz kommt eine


    Leerzarge, ausgestattet mit einer schweren Futterwabe, einem quergeteilten Baurahmen und allen


    Brutwaben mit mehr oder weniger großen Honigkränzen.


    Darauf das Absperrgitter und die Honigraumzarge.


    Von den restlichen Waben werden die Bienen auf einer Einlaufpappe vor dem Flugloch abgeschüttelt.


    Der Vorteil besteht darin, dass der eingetragene Nektar gleich über dem Absperrgitter eingelagert wird


    und die Bienenmasse leichter die Räume warmhalten kann.


    Gruß


    Martin

  • Die ersten 3 Waben sind in den HR schon angenommen und die ersten Teelöffel Honig sind drin. Wenn das Wetter sich jetzt mal dazu entschließen könnte, warm zu bleiben, dann füllen sich die HR

    Füttere dein Kind mit Gele' Royale, dann wird aus ihm einmal etwas ganz Besonderes
    Entweder eine Bienenkönigin, oder ein Transvestit tongue.gif

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