Stockkarte Software oder Analog

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  • Seit einigen Jahren notiere ich meine Stockdaten elektronisch, habe aber festgestellt, dass meine Erfahrungen nicht für alle Imker umsetzbar sind. Wenn man nur wenige Völker hat, dann braucht man die Erfassung nicht. Bei vielen Völkern ist es schon ratsam.

    Wichtig, nicht am Stand in Bürokratie ersticken. Das Programm muss am Handy ohne Scrollen bedienbar sein, damit die Daten gleich am Stand ordentlich erfasst werden. Auf Stände ohne G4 Anbindung kann man verzichten. Dann ist wieder die Zettelwirtschaft da. Inzwischen habe ich die Auswertung der Daten grafisch dargestellt, dann ist mit einem Blick jeder Ausreißer festzustellen oder ob ein Volk vergessen wurde zu notieren.

    Bei deinem Programm würde ich nicht alle Fragen das ganze Jahr sichtbar machen, das ist zu viel und irritiert. Zum Beispiel im Sommer ist die Brutbeobachtung wichtig, aber die Varroa lässt sich nicht kontrollieren. Im Herbst ist Varroabekämpfung dran, aber die Brut wird nicht geöffnet. Auch wird kein Honigraum aufgesetzt. Was nicht eingetragen wird, braucht nicht zu erscheinen.

    Dein Ansinnen finde ich ordentlich, aber es ist viel bei der Programmierung zu tun.

  • Danke für deine Hinweise.

    An die zeitliche Ausblendung einiger Punkte hab ich auch schon gedacht. Ich habe z.B. als Jungimker die Bausperre nicht entnommen.

    Damit ist jetzt die Varroamilbe schlecht zu zählen. Ich wusste es nicht anders. Aber das ändert sich ja jetzt.

  • Also das Ganze selbst zu erstellen kostet Zeit und man muss das nötige Wissen dafür haben.

    Aber die eigenen Projekte reizen einen dann ja eh immer und spornen zum Weitermachen an.


    Nur wenn dann mal der Wurm drin ist, weil man etwas vergessen hat oder es nicht so funktioniert wie man selber denkt da die Funktionsweise evtl. eine ganz andere ist dann kann man schnell ins Stocken geraten und so ein Projekt bleibt liegen.


    Ich habe gerade selbst einmal nach vergleichbaren gegoogelt und bin auf einen Anbieter gestoßen der eine App fürs Handy etc. mit anbietet. Von Kostenlos bis hin zu mehreren Teuros.


    Man muss da halt immer schauen was man will und was man braucht und was es schon gibt.

    Wie sagte ein befreundeter Informatiker zu mir "Man muss das Rad nicht immer neu erfinden".


    Damit hat er Recht und trotzdem ist man stolz auf seine eigenen Erfolge.

    Also mach weiter und halt uns gerne auf den laufenden mit der Stockkarte.

  • Hallo

    Ich kann mir irgentwie die Sache mit dem Handy nicht so gut vorstellen . Meine Finger sind immer irgentwo klebrig

    wenn ich nach jedem Volk , das ich durchgesehen habe die Daten eingeben würde , kann ich das Displei bald vergessen . Und das Ganze erst zum schluß alles eintragen , geht auch nicht , denn dann weiß man nicht mehr so genau was man wo gemacht hat.

    Also ich benutze einen DIN-a4 Ordner wo jedes Volk eine Seite hat, und trage immer gleich nach der Durchsicht alles wichtige in Abkürzungen ein . dort kann dann auch ruhig mal ein klebriger Fleck kommen.

  • Schon richtig, Arbeiten an den Bienen ist eine schmierige Angelegenheit. Beim Dokumentieren sowieso. Das verschmutzte Display kann man mit einer Schutzfolie in den Griff bekommen oder das als gegeben hinnehmen. Letztlich ist alles Notieren problematisch. Papier bei Wind oder (Niesel)Regen macht auch Freude. Da schreibt dann nur noch der Bleistift irgendwie. Beim Handy habe ich dann wenigstens die Daten erfasst und Fertig. Das liebe ich an dieser Technik. Das kann auch anders gesehen werden.

  • Bei mir wird nur das Volk zu Papier gebracht wo es Probleme gibt.

    Somit ist absolut wenig zu dokumentieren.

    Wenn jemand Wert darauf legt, dann wie fibroim es sagt.

    Ich würde dann ein Laptop in Folie eingewickelt vorziehen.

    Euer Bienenrudi ;)


    Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)

  • Ich habe auch die ersten Jahre versucht, alles digital oder mindestens manuell zu erfassen, das hat mir sehr geholfen. Die meiste Zeit habe ich aber damit verbracht, meine Stockkarte immer wieder neu anzupassen und die Tabellen zu automatisieren.


    Inzwischen ist es aber so, wie Rudi es schreibt, nur wenn was außergewöhnliches ist. Alles andere regle ich über farbliche Pinnnägel für das Alter der Königin, 1 Pinn für Königin ist drin, 2 Pinn für sie ist gekennzeichnet, 3 Pinn sie ist von einer Belegstelle. Zudem habe ich hinten an den Beuten kleine Plastiktaschen aus dem Fachhandel dran. Die gelben Karten, die es dazu gibt, habe ich etwas kleiner geschnitten, dafür aber laminiert. Da steht dann noch mal drauf, Beutennummer, welche Königin, Alter, wo begattet, Abstammung, Kennzeichnung und ggf. falls ich entweiseln musste. Musste ich das, verschwinden die Pinns. Ist die neue da, ist wieder ein Pinn eingesteckt. Alles andere ergibt sich mit dem ersten Blick in den Brutraum. Es ist also kaum noch notwendig, etwas zu notieren, außer dass ich mal wieder Mittelwände etc zum Stand mitnehmen muss. Ggf. kann man den Rest auch auf das kleine Kärtchen notieren und ein Foto machen.


    Inzwischen schwöre ich auf OneNote, weil ich das vom Handy, PC und Laptop synchronisieren kann. Außerdem kann man das Diktat in OneNote benutzen, auch eine Erleichterung.


    Und wenn es dann an die Behandlungen geht, fotografiere ich Kontrollböden mit dem Handy und lasse den Bienenmonitor für mich arbeiten (Bienenmonitor.de).