Vorstellung Schaukasten im Dadant-Maß

  • Vorstellung Schaukasten im Dadant-Maß


    Die Schaubeute besteht aus 140mm breiten und 20mm Holzdielen und Leimholzplatten gleicher Stärke. Die Leimholzplatten habe ich mit der Stichsäge mit einem neuen Sägeblatt und einer Aluminiumleiste zur Führung zugesägt. Die Qualität ist von einem professionellen Zuschnitt nicht zu unterscheiden. Die Scharniere und Verschlüsse müssen versetzt angeordnet werden, da die Breite nicht ausreicht. Von den Verschlüssen ist an jeder Tür der unterste per Vorhängeschloss abschließbar. Die Fluglochrosette (rechtes Bild, blau) ist drehbar und somit verschließbar. Das „Periskop“ hat den Sinn, das Zuschauer sich nicht vor das Flugloch stellen können und versehentlich gestochen werden. Die Bienen krabbeln durch das 50mm Abflussrohr und fliegen dann ein ganzes Stück über Kopfhöhe ab. Das Spitzdach dient als Regenschutz für die Stirnseite der Türen. Der Innenraum ist mit Bauschaum gedämmt. Die Kanten sind mit Bitumen aus der Kartusche versiegelt, so das keine Feuchtigkeit eindringen kann. Das Holz ist mit wasserlöslicher Beize behandelt und anschließend bis zur Sättigung mit Leinöl getränkt.

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    Kommen wir nun zu den inneren Werten:


    Die Sichtfenster bestehen aus maßhaltig zugeschnittenem 6mm starken Plexiglas. An die Plexi-Scheiben sind Karosseriescheiben geschraubt, die durch starke Neodymmagnete fixiert werden (rote Pfeile) Die Magnete sind mit Epoxidharz eingeklebt. Zum Verkleben müssen die Magnete mit Distanzklötzchen fixiert werden, da Neodymmagnete extrem stark sind und sich sonst unweigerlich aufeinander zu bewegen.
    Die Auflageleisten sind 80mm lang. 25-27mm ist ein Rähmchen dick. 3x Bienenabstand (zwischen den Waben und den Fenstern), 2x 6mm Scheibendicke und 2x 20mm Dämmung plus deren Verklebung – passt genau in die 140mm Breite.
    Die Rähmchen werden vielfältig in ihrer Lage fixiert. Zum Einen haben die Rähmchen bei mir ohnehin Polsternägel eingeschlagen. Mittig auf den Holzleisten befinden sich Abstandsklötzchen und an den Plexiglasfenstern ebenfalls (gelbe Pfeile)
    So sind die Rähmchen mehrfach gesichert, so das auch ein Transport zu Messen u.ä. kein Problem darstellt, da die Rähmchen nicht zusammenschlagen können. Es ist Platz für 2 Rähmchen nebeneinander. U.u. ist die Königin so für die Schaulustigen nicht sichtbar, wenn sie in der Mittelgasse ist. Andererseits ist der Wärmehaushalt so wesentlich besser.
    Darüber lassen sich wahlweise nochmals 2 Dadanträhmchen voller Höhe einhängen, oder 2x2 Honigraumrähmchen halber Höhe. Auch eine Futtertasche ist möglich. Ein Absperrgitter werde ich mir ebenfalls noch zuschneiden. Über den obersten Rähmchen ist absichtlich noch etwas Platz. Dort kann Futterteig aufgelegt werden oder ein Klotz Dämmmaterial eingeschoben werden. Unten ist ein Belüftungsgitter, das jeweils ober- und unterhalb des Brettes doppelwandig als Stichschutz ausgeführt ist.




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    In diesem Bild ist das 2. Fenster eingesetzt. Um die Plexiglasscheiben auch einfach entfernen zu können, habe ich einen Plexiglasquader von 10x10x 15 mm an die Scheibe geklebt und durch das Klötzchen ein Loch gebohrt in das ein Schlüsselring eingefädelt ist. Dieser wird zum Entfernen des Fensters ausgeklappt zum Ziehen. Wieder angeklappt, verschwindet Klotz und Schlüsselring in der Styrodurdämmung. Diese ist 20 mm dick. Als Kleber speziell für Plexiglas ist Acrifix absolut empfehlenswert.
    Eine Seite habe ich auf die Holzplatte Schmelzkleber aufgetragen und mit dem Bauföhn flächig erwärmt. Dies hat sich zur Befestigung der Styrodurdämmung nicht bewährt, da die Fläche zum Erwärmen fast zu groß ist.
    Auf der 2. Türe habe ich Silicon aufgetragen. Dies hat sich besser bewährt.
    Fazit: Das Lüftungsgitter hätte ich lieber etwas seitlicher eingesetzt, um mittig den Hinterfuß positionieren zu können. 200€ für einen fertigen Schauksten hört sich viel an. Der Selbstbau wird überraschenderweise kaum billiger. 75€ Für das Plexiglas (Scheiben, Klötzchen, Kleber), ca. 50€ das Holz, weitere 40€ für Scharniere und Beschläge. Ca. 12€ Magnete, Dämmung, Silicon, Abflussrohr, Halterungen, Beize, Firnis, Bauschaum, Teerpappe, Schrauben usw. nochmals ca. 25€ - macht Summa Summarum 202€



    © 2014 Gerald Böttcher
    Nichtkommerzieller Nachbau ausdrücklich erwünscht!

  • Hallo Gerald.
    Gute Arbeit. Um den Kasten auch dann zu nutzen wenn du keine Bienen drin hast , kann man ihn als Ausstellungskasten für deine Produkte an der Straße stellen. Mach ich auch. So wird er das ganze Jahr genutzt, entweder für Bienen oder zu Werbezwecken.

  • Hallo,


    super Ding!!! Nun meine Frage, wie hält man die Bienen dauerhaft so klein, dass sie immer in den Schaukasten passen? Ich meine, wie muss man so einen bestückten Schaukasten pflegen?

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