Wabenlagerung

  • Hallo,


    ich möchte meine ausgeschleuderten Honigwaben in der Garage lagern, dort könnten sie über den Winter je nachdem natürlich auch Frost abgekommen, ist das egal?

  • Die Lagerung von Honigwaben und Waben im Allgemeinen ist ein Ding für sich. Eine Garage, die als solche auch genutzt wird (Auto + Zubehörteile drin, Schmierstoffe, Benzinkanister usw.), ist aus meiner Sicht ungeeignet. Die Waben können und werden die Gerüche annehmen, vor allem auch wegen des noch vorhandenen Mini-Resthonigs. Frost setzt den Waben auch zu. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Wabenmaterial spröde wird. Die Temperaturschwankungen wirken auch auf die Drahtung in den Waben, im Extremfall kann diese reißen bei starkem Frost.
    Ein anderes Problem sind die Wachsmotten. Die gehen in bebrütete Waben, nicht nur wegen Kokonhüllen der Brut sondern auch wegen des Pollens. Pollen befindet sich oft auch noch in ausgeschleuderten unbebrüteten Honigwaben, deshalb sind auch diese bei Motten begehrt. Wachsmotteneier sind in fast allen Beuten, ab Temperaturen von ca. 10 Grad (oder niedriger??) werden die aktiv und entwickeln sich. Die Gelege in den Zellen sehen spinnennetzartig aus. Die Waben müssten also regelmäßig kontrolliert und ggf. regelmäßig im Zargenturm geschwefelt werden.
    Um alldem aus dem Weg zu gehen, wäre es am besten, sich die Anzahl der Waben so einzuteilen, dass die ausgeschleuderten Honigwaben (vor allem helle berütete und/oder mit reichlich Pollen drin) jetzt gleich wieder ins Volk kommen und mit alten dunklen Waben getauscht werden. Diese alten Waben ausschneiden, schmelzen sobald evtl. vorhandene Brut (Absperrgitter!) ausglaufen ist, Futterkränze ausschleudern. Möglichst nur solche Honigwaben über den Winter lagern, die unbebrütet sind und keinen Pollen enthalten! Das gilt im Übrigen für ALLE Waben.


    Noch ein Nachtrag zum Einsatz der Waben bis zum Spätherbst:
    In den nächsten Wochen nehmen die Königin (zum Stiften) und die Bienen (zum Eintragen von Winterfutter) immer mehr lieber bereits bebrütete Waben an. Mittelwände werden ab Ende Juli schlecht ausgebaut und zum Stiften nicht mehr gern genommen.
    Deshalb ist es ein Balanceakt: Ist eine bebrütete Wabe schon so alt, dass sie weg muss, oder heb ich sie noch auf, damit ich sie für den Herbst noch einsetzen kann...? Eine dunkle Wabe, hinter der die Hand bei Sonnenlicht nicht mehr durchschimmert, ist einzuschmelzen.
    Gerade für Jungimker, für diese schreibe ich das hier auch nur, ist das nicht einfach, einen ausreichenden Vorrat an bebrüteten Waben zu haben. Ich habe es dann so gemacht, dass ich bis vor dem endgültigen Einwintern der Völker grenzwertig dunkle, aber noch akzeptable, Waben aufgehoben habe, zur Reserve. Im Zweifelsfall, ob Mottenmaden drin sind, habe ich die Waben zwischendurch mal einen Tag ins Gefrierfach gesteckt (bebrütete Waben brechen nicht so schnell davon). Dann aber, im November schmelze ich den Rest alter dunkler Waben ein, hebe die nicht auf.

  • Hallo Anne,


    es handelt sich nur um einmalig verwendete ausgeschleuderte und ausgeschleckte Honigwaben. Die anderen Waben schmelze ich immer sofort ein, Brutwaben hebe ich gar keine auf. Da mein Keller an seine Lagerkapazität gekommen ist muss ich einen anderen Platz suchen, werde dann halt umräumen, brüchige Waben möchte ich natürlich auch nicht. Bei mir ist eh keine Brut in den Honigwaben (Dadant). Ich tausche die Brutwaben immer im Frühjahr aus. Zum Teil werden die jetzt noch erweitert mit neuen Mittelwänden, mit dem Bestiften frischer Wabe haben die sich bei mir bis jetzt noch nicht geziert, auch nicht im Spätsommer.

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