Durchlenzung 2018

  • Hallo zusammen,
    zwar war heute ein schöner warmer Tag, doch verglichen mit 2017 um diese Zeit lässt sich der Frühling, zumindest in Berlin und Umgebung in diesem Jahr Zeit. Vielleicht auch besser so, denn je später die Temperaturen beständig über 20 Grad steigen, desto geringer die Gefahr von krassen Rückschlägen durch Frosteinbrüche, wie 2017 geschehen. Bis Ende März soll es hier immer wieder Minusgrade geben. War vor paar Jahren schon mal bis Mitte April so, aber Ende Mai gabs den ersten Honig zu schleudern!


    Am Bienenstand war heute die volle Dröhnung, alle Völker haben es bis jetzt geschafft, und heute viel orangen Pollen eingetragen! Aber, der starke Frost hat Spuren hinterlassen in den Beuten. Was ich so noch nie hatte: In jedem Volk gab es eine Wabe, zum Glück nur eine, auf der ca. 20-30 tote Bienen kopfüber in den Zellen steckten. Daneben auch öfter einige Zellen verdeckelte abgestorbene Brut. In diesen Waben war nur noch wenig Futter, auch noch andere 3-4 Waben am Bienensitz waren Leichtgewichte, weiter weg schwere Waben. Ein Volk, das immer mal wieder mit Durchfall kämpft, schwächelt etwas, wird's aber schaffen, die anderen sind stark bis sehr stark. Aber wenn ich heute nicht diese Kurzdurchsicht gemacht und nicht reagiert hätte, würde das Bild in 1 bis 2 Wochen, nach dem jetzt wieder bevorstehenden Frost, wohl ganz anders aussehen!! - Der Abstand von Bienensitz und Futter wäre noch gewachsen, und gerade die jetzt stärksten Völker mit viel junger Brut auf den Waben wären vor Kälte verhungert! So schnell kann das gehen...
    Ich habe also alle Völker auf knapp eine Zarge eingeengt, die schwersten Futterwaben an den Bienensitz, dahinter an beiden Seiten Wärmeschiede. - Was an vollen Futterwaben nicht mehr reinpasste, kam in Kisten (jedem Volk seine Kiste), alle leichten Waben eh raus. In spätestens 2 Wochen muss ich dann mit den heute rausgenommenen Futterwaben nachrüsten...
    Auffällig: Es gab keine verdeckelte Brut bzw. dicke Maden (weil erfroren), aber reichlich Jungbienen und Stifte. Es wird nun ca. 40 Tage dauern, bis diese Stifte dann als Flugbienen hoffentlich Nektar finden... ;)


    Schreibt mal, wie sieht es denn bei Euch aus?

  • Am WE war in DD schönes Wetter. Sa. 14 u. So. 17°C
    Sa. war ich am neuen Stand, wo der Schleuderraum im Entstehen ist.
    7 von 7 Völkern sind durch den Winter gekommen. Bei einem war es 5 vor 12, da war nur noch wenig Futter zur Mitte der Beute, die Bienen waren aber Richtung Rand gewandert und es gab viel Totenfall. Habe ihnen 1 Wabe an den Bienensitz zugehängt und Sirup auf die Oberträger geträufelt.
    Am anderen Stand war ich am Sonntag. Da sah es nicht ganz so gut aus. Von 14 Völkern waren 5 tot! Eins davon bereits zum Jahreswechsel, 3 weitere sind verhungert.
    Mehr als ihnen im Spätsommer/Herbst Futter anbieten kann ich nicht. Abnehmen müssen sie es schon selber. Und die Völker, die wie die Staubstauger Futter abnehmen und einlagern kann ich auch nicht 2 oder mehr Völker versorgen lassen.
    Es waren mehrheitlich im Juli erstellte Völker, wo ich mir gesagt habe, es wird, oder es wird nicht. Die habe ich mit der Futtertasche und Flüssigfutter aufgefüttert. Bis auf die AS-Behandlung u. ein paar Tage zuvor. Dann war ich im August 3 Wochen im Urlaub, da mußten sie selber klarkommen. Danach dann füttern u. AS Behandlung. Teilweise nehmen sie nur unwillig Futter aus Futtergeschirren ab oder ersäufen sich trotz Korken darin. Vermutlich verklammen sie nachts dort oben.
    1-2 Waben aus "Säufervölkern" habe ich meist noch zugehängt. Dabei waren diese Ableger keine Schwächlinge. Auf 4 Waben Dadant saßen die auch. Das sind 8 Waben DNM, also fast schon Einzarger. Die Bienenmasse, mit der eingewintert wurde, hätte also ausgereicht.
    Im Februar war eine lange Kälteperiode und im Januar u. Februar hatte es mich 2x mit Grippe entschärft. Ich hatte also keine Gelegenheit, mal an einem schönen Tag nach dem Rechten zu sehen und mal ggf. Waben umhängen zu können. Ich erinnere mich, das in anderen Jahren im Jan. o. Feb. immer mal so ein sonniger Tag mit 10° dabei war.
    Das ärgert mich etwas. Da ist es nur ein schwacher Trost, das meine Auswinterungsrate immer noch besser, als der Durchschnitt ist.

  • 14 eingewinterte Völker, 2 waren schon Anfang des Jahre bienenleer, eins war verkotet und gestorben und 2 verhungert. Dass wären etwa 36 % Verlust. Irgend ist der Herbst durch starke Reinvasion nicht gut gelaufen, dann noch die 14 Tage Frostwetter im Februar. Das Einfüttern hatte eigentlich gut geklappt, ich habe diesmal mit der Waage die Fütterung kontrolliert, es wurden 18 bis 20 kg Zucker gegeben, Gereicht hat es, auch die verhungerten Völker hätten nicht sein brauchen, halt eben die lange Kälte, wo ich nicht kontrolliert habe.

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