Beiträge von fibroin

    Die Totale Brutentnahme dauert max. 5 Minuten.

    Was für fünf Minuten? Echte oder gefühlte? Fünf Minuten reichen nicht, allein die Organisation mit den Waben ist zeitaufwendig. Nehme einmal an, du hast nur 12 Völker am Stand und im Durchschnitt nur 6 Brutwaben pro Volk, dann sind 72 Waben abzukehren und auszuwechseln, neue heranzuschleppen und alte wegzubringen. Das in einer Stunde? Glaube ich nicht, man müsste es mir vormachen.


    Vom zeitigen Ausschmelzen der Brutwaben ist noch nicht die Rede.

    Die Völker werden aber dadurch so geschwächt, das ihre Verteidigungsfähigkeit eingeschränkt ist.

    Vor etwa drei Jahren habe ich auch TBE gemacht. Ich erinnere mich, das war sehr aufwendig und aus den Brutscheunen sind Völker entstanden, die nicht sehr vital waren. Die Varroabelastung ging zurück, wurde im Herbst wieder stärker, wie eigentlich immer. Das hat mich dann auch wegen der aufwendigen Tätigkeit wenig überzeugt. Dass die Völker dann Opfer von Wespen wurden, ist mir nicht in Erinnerung.

    Kann es sein, dass die warmen Sommer der letzten Jahre diese Kampfeslust der Wespen fördern. Aus der früheren Zeit meiner Imkerei ist mir das nicht bekannt.

    Hast du in der Nähe Fallobst, an denen sich die Wespen laben können, statt an deinen Bienenständen? Wenn nicht, gib ihnen Zuckerwasser, möglichst kompliziert aufzunehmen. Ich habe in der Nähe alte Holzbalken mit Sirup getränkt, da ist zwar nicht viel, aber immer etwas zu finden. So bekomme ich Ruhe.

    Das Problem ist natürlich da, wenn geräubert wird. Das dann wieder abzustellen ist ein Problem. Wegstellen hatten wir schon.



    Die dunkle Stelle im alten Holz ist eingeriebener

    Futtersirup. Die ersten Wespen haben gemerkt.

    Das ist heftig. Ich weiß es nicht, wie das alles tickt. Wespen habe ich auch genug, aber die Völker kommen noch glimpflich mit den Wespen zurecht. Allerdings habe ich auch nicht sonderlich sanfte standbegattete Völker. Ohne Stechschutz arbeite ich kaum. Kann es auch daran liegen?

    Die Wespen sind pfiffig und finden den "Noteingang" schneller, als die Bienen.

    Das fällt mir auch auf. Zur Zeit treten die Wespen massig auf. Ich habe nur festgestellt, vor staken Völker haben die Wespen schon Respekt. Ein Eindringen in diese Völker kann das Leben kosten.

    Schwache Völker sind halt gefährdet. Flugloch sehr einengen oder das Volk versetzen. anderes fällt mir im Moment nicht ein.

    Oder nur starke Völker haben. Aber mach das mal.

    Wespen sind im August- September lästige Tiere. Ich habe Wachs mit Dampf geschmolzen. Oft bin ich dann von Bienen umringt. Dieses Jahr habe ich erlebt, dass es hauptsächlich Wespen waren, die mich umflogen. In dem auslaufenden Wachs haben sich massig Wespen ertränkt. Jedenfalls müssen die Wachsblöcke noch mal umgeschmolzen werden, wenn der Wespenflug beendet ist.

    Lege doch einen Wespenfutterplatz im Garten an, wo du die leeren Futtereimer hinstellst, die Wespen machen diese blitzblank und lassen die Bienenstöcke in Ruhe.

    Übrigens, Wespen stechen genau so wenig wie Bienen, wenn sie auf Raubzug sind.

    Das Bienenjahr 2020 war mittelmäßig. Volkstärken und Ablegerbildung waren erfolgreich, die Honigernte nur in der Frühtracht gut. Die Baumblüten brachten ordentlich Tracht, was sich auf die Honigernte auswirkte. Diese Ernte war gut, nicht sehr gut. Zum Sommer wurde es mau, die Linde brachte reichlich wenig, die Läppertracht anschließend war wirklich läppisch. Scheinbar haben durch die große Wärme die Blumen nicht richtig Nektar abgegeben. Nun ja, nach dem Abschleudern fütterte ich ein und das Futter wurde bereits für die Volksentwicklung benötigt.

    Ich habe die Suchmaschine gefordert.

    Gefunden habe ich einen Thread von 2012, in dem Martin Bensmann Erfahrung über Füttern mit Waage postet.


    RE: Varroa Behandlung verlängern ?


    Allerdings hat er 25 kg in eine zweizargige Beute eingefüttert. So individuell wie wir arbeiten, lässt sich wohl keine gemeinsame Größe finden. Ich finde es wichtig, dass wir das Bienenwohl im Kopf mit bedenken. Wenn nichts mehr an Tracht zu finden ist, dann muss halt mehr Futter her um die Völker vital zu halten.

    Hört sich gut an. Genau so wird gesagt, Imker bekommen keine Borreliose. Bei mir stimmts, nichts habe ich davon gehabt. Aber eine sichere Studie ist das nicht. ;)

    Als Kontrolle bei der Fütterung wiege ich die Kästen noch mit einer Kofferwaage. Zwar nur hinten, das gibt einen Bezugswert, der mir hilfreich ist. Bei meinen Beuten, zweizargig, ist 18-20 kg ein gute Einwinterungsgewicht. Ab 10 kg wird es im Frühjahr kritisch. Das hilft.

    Aber bitte nicht übernehmen, jeder Beutentyp hat ein eigenes Gewicht. Das kann durch Versuche herausbekommen werden.

    Bisher habe ich diverse Futtermittel gefüttert. Zuckerlösung 3:2, ApiInvert auf Zuckerbasis, Apigold auf Weizenbasis. Alles haben die Bienen genommen und sind über den Winter gekommen. Damit ist erst einmal egal, was gefüttert wird, nur es muss gefüttert werden.

    Um Vergleiche zu ziehen kannst du nur über das Gewicht des Zuckers rechnen, nicht das Volumen der Flüssigkeit.

    Im Moment habe ich folgende Zahlen im Kopf:

    28 kg Apiinvert enthalten etwa 20 kg Zucker bei 20 l Futtermittel.

    Verdünnst du das 2:3 bekommst du etwa 27 l Fütter, die 20 kg Zucker beinhalten

    Bei der Zuckerlösung geben 20 kg Zucker plus 14 l Wasser etwa 28 l Flüssigkeit.

    Von der Lösungsmenge passt das dann ungefähr.

    Verstanden?


    Edit:

    in meiner ersten Rechnung habe ich einen Fehler gefunden. Korrigiert.

    Sehe ich auch so, um die Bienen gut durch den Winter zu bekommen muss jetzt gefüttert werden. Noch nehmen sie Futter auf und die Brut geht noch mal auf Hochtouren. Springkraut wächst nicht überall, Füttern ist sicherer.

    Der Honigverkauf an der Haustüre stockt seit Corona. In den Vorjahren kamen mehr Leute an die Türe und kauften Honig. Das ist sehr zurückgegangen. Da durch Corona die zufälligen Begegnungen mit meinen Kunden fehlen, kann ich auch nicht Werbung durch Anwesenheit machen. Dann habe ich bei Veranstaltungen wie "Offene Gärten" Honig angeboten. Diese Veranstaltungen sind leider gestrichen. Weihnachtsmärkte wird es vielleicht nicht geben, die ich auch für Verkauf benutzte. Im Moment sitze ich, bildlich gesprochen auf dem Honig.

    Kennt ihr das auch?

    Vielleicht interessiert der Ausgang der Schwarmfängerei. Ich habe den Container etwas CO2 eingeleitet, dann kamen die Bienen raus. Die konnte ich dann einfangen und mit Brut- und Futterwabe im Kasten halten. Es waren aber nur noch zwei Wabengassen Bienen. Die Kö war scheinbar nicht dabei, die Bienen legten Weiselzellen an. Dann haben sie sämtliche Futtervorräte aufgefressen und sind eingegangen. Ich vermute mal, die Kontamination mit dem Öl war nicht günstig.

    Fazit: Mühenhaftes Einfangen, viel Fahrerei und kein Erfolg. Manche Schwärme kann man gleich abhaken.

    Dann tut es mir leid, dass ich so hartnäckig war.

    Das hilft ja, trotzdem bin ich nicht schauer geworden. Wenn ich auf einem Stand, sagen wir mal bei einem Weihnachtsmarkt, neben Honig noch Met anbieten würde, könnte ich keine detaillierte Auskunft geben, falls ich gefragt würde, ob ich berechtigt wäre, den Met zu verkaufen.

    Man könnte über § 13a EStG sagen, dass das landwirtschaftliche Produkte sind, aber so richtig passt es nicht. Außerdem ist in dem Paragraf inzwischen das Wort Honig nicht mehr drin. Ich meine, es war einmal. Eine Laboranalyse sollte ich dabei haben, mit Alkohol-, Säure- und Restzuckergehalte, aber wo bekomme ich diese.


    In dem Weinforum, in dem Gerald mitwirkt, kenne ich mich auch aus, aber das ist sehr vorsichtig im Umgang mit Verkaufsrechten. Erstens darf niemand rechtlich beraten, der nicht die nötige Ausbildung dazu hat und zweitens weiß es auch keiner so richtig. (Auch die Anwälte scheinbar nicht)


    Je nachdem wo du Met verkaufen willst, fragt dich auch keine(r), meist kommt auch keine Kontrolle, die Kontrolleure haben genug woanders zu tun. Hilfreich ist das trotzdem nicht.

    Leider kann ich nicht helfen, nur noch mehr Bedenken verbreiten. Wenn du landwirtschaftliche Produkte verkaufst wie Honig, Pollen oder Wachs, bist du auf der sicheren Seite. Das wirst du machen und ist steuerlich unbedenklich.

    Aber Zugekauftes und Zubereitetes erfordert einiges. Met wäre eine Zubereitung.

    Dazu gehört Gewerbeanmeldung, Beachtung der Zutaten, Laboranalysen vor dem Verkauf und Nachweis zur Herstellung in hygenischen Räumen.

    Um das zu stemmen, musst du eine Menge Met umsetzen, die erst einmal hergestellt werden muss. Dann dre Bürokram. Wenn du so verkaufst, sollte dich keiner anzeigen, sonst kommst du in dumme Situationen.


    Das kann ich dir dazu sagen, ich verkaufe keinen Met, das ist mir zu kompliziert.

    Ja, geht, abwarten und machen lassen. Ist aber nicht das, was weiter bringt. Bis zum Herbst muss das Volk so groß sein, dass es überwinterungsfähig ist. Das wird kaum gelingen.

    Besser zwei bis drei Brutwaben mit genügend Bienen und neuen Ableger ansetzen. Dafür ist es gerade noch früh genug.

    Um ein zweites Volk jetzt noch zu bekommen, kannst du auch an einen Kunstschwarm denken. Dazu benötigst du aber genug Bienen in deinem Volk. Alle Bienen aus dem Honigraum abkehren und mit einer gekauften Kö in Kellerhaft geben.

    Ist eine andere Technik.

    Bei Ablegern wird etwas Geduld vom Imker gefordert. Wichtig, den Ableger ansetzen und dann bitte einen Monat nicht öffnen oder bewegen. Dann erst nachschauen. Ist dann Brut drin, ist die Königin gelungen, sonst das verwaiste Volk einem anderen Ableger beifügen. Andere Experimente lohnen nicht. Das vorab.

    Bei dir scheint die Begattung der jungen Kö nicht funktioniert zu haben. Die dann folgende Einweiselung hat auch nicht funktioniert, jetzt ist dein Völkchen drohnenbrütig, was klar aus der Eiablage erkennbar ist.

    Ich würde das Volk vor dem Bienenstand abkehren und die Waben mit der Brut einschmelzen. Das war dann leider nichts.

    Das kommt eben auch mal vor.

    Das Dilemma sind die Öllappen. Der Container ist fast voll damit und viele Bienen sind auf den Lappen verendet, da das wohl nicht die richtige Umgebung für Bienen ist. Das einfachste wäre, die Bienen sterben zügig ab und das Thema ist beendet. Ich möchte keine öl-kontaminierte Bienen haben.