Beiträge von Susanne

    Hallo Marlon,


    schön, dass du zu uns gefunden hast und herzlich Willkommen in unserer Runde. Wenn du Fragen hast, immer gerne raus damit. Unseren Teamspeakabend - der immer Dienstags Abends ab 20:30 Uhr stattfindet (also heute Abend) - kann ich dir sehr empfehlen. Dort kannst du dich direkt austauschen und bekommst Fragen sofort beantwortet.


    LG

    Susanne

    Hallo Jupp,


    ich muss Ute absolut Recht geben, es ist unglaublich peinlich und für die ganze Imkerschaft beschämend, wenn WIR von Bauern und Bürgern verlangen, dass in der Natur keine Gifte ausgebracht werden, weil das die Insekten ausrottet und dann gehen wir als Imker daran und vernichten Wespen.


    Wespen sind, wie alle anderen Insekten Nützlinge und tragen zu einem Gleichgewicht in der Natur bei. Sie erziehen uns Imker dazu, starke und gesunde Völker zu halten und rotten schwache oder anderweitig geschädigte Völker aus. Wir müssen Wespen dankbar sein, denn sie halten uns und die Völker auf trab.


    Wenn du um diese Jahreszeit Völker auf deinem Stand hast, die einen Anwalt brauchen, dann läuft bei dir irgendwas falsch


    Gruss

    Susanne

    Ja, aber aufwendig aufwendig !!!


    Ich musste an dem Abend noch von einem großen Ableger Honig ernten und habe die Bienen aus den Honigräumen gleich mitgeerntet - kurz vor Ende des Flugbetriebes mit Trichter in einen Eimer. Dann habe ich auf den alten Platz der Miniplus eine leere Miniplus gestellt. Aus dem Eimer habe ich alle Bienen abfliegen lassen, die noch nach Hause wollten und den Rest nach dem Flugbetrieb dem Miniplus vor das Flugloch geschüttet.


    Am nächsten Tag habe ich kontrolliert, das Mini hatte eine hervorragende Verteidigung, dafür wurde das abgeerntete Volk, das ich ja auch mit Zuckerlöung eingefüttert hatte belästigt. Und die Nachbarableger geich mit. Dann habe ich 2 Stunden vor den Fluglöchern gehockt und die Fluglöcher nach und nach soweit verengt, bis Ruhe war :cursing:


    Wer hat für sowas Zeit ?


    Grumpf

    Ich glaube da spielt vieles rein. Ist der Honig abgeschäumt und fertig gerührt, ist der Eimer richtig dicht, wie warm wird er gelagert und sicher auch die Hefesporenbelastung von Anfang an. Ich habe noch einige Eimer von 2015 rumstehen, die ich jetzt zu Met verarbeite. Von denen sind die meisten noch einwandfrei (Wassergehalt um die 17%)


    LG

    Hallo an alle,


    hier noch mal ein Update zum Thema Füttern mit Zucker. Das hatten wir neulich schon mal irgendwo im TS und ich glaube im WhatsApp. Ute fragte was denn dabei zu beachten sei und ich nannte unter anderem, dass man höllisch aufpassen muss weil selbst angerührte Zuckerlösung sehr leicht Räuberei auslösen kann.


    Ich Schlaumeier, hätte ich mich doch an meine eigenen Mahnung gehalten !!!


    Kürzlich habe ich meinem Wirtschaftsvolk die Brut bis auf eine Wabe mit offener Brut entnommen und damit eine Brutscheune bestückt. Die Königin habe ich mit reichlich Jungbienen in ein Mini-Plus gesetzt. Die soll dort als Reserve bleiben und wenn ich sie nicht brauche dort überwintern.


    Ich hatte schon ein bisschen Angst dass um diese Jahreszeit zu machen, weil es ja sehr zweifelhaft ist, ob die Königinnen noch was werden. Aber ich habe es von einer sehr bekannten Bienen-Lehrerin auf YouTube gesehen und wollte es ausprobieren.


    Nun hatte ich natürlich auch bedenken, weil ich das Mini füttern musste, ich habe unten in die Futterkammer Teig gegeben und ganz oben in eine kleine Futtertasche dünn angerührtes Zuckerwasser. Weil ich wirklich sehr junge Jungbienen genommen habe und die nicht alle gleich aus fliegen sollten.


    Wie gesagt es war nur ein Versuch und wäre er schief gelaufen, hätte ich das ganze Werk einfach rückgängig gemacht. 2 Tage später habe ich kontrolliert und alles war wider Erwarten ruhig.


    Vorgestern hatte ich nur über Mittag Nachmittag Zeit und es war heiß und ich wollte wieder nach Hause zu meiner Klimaanlage und was mache ich, füttre das Mini plus - flüssig, weil es so schön ruhig war und weil ich gedacht habe alles läuft so prima, warum das nicht auch….


    .....das war es denn mit dem Frieden am Stand :angry_face::angry_face::angry_face:


    Fazit: wenn selbst angerührtes Futter !!!! dann nur spät abends nach Flugbetrieb füttern !!!! Und nicht kleckern !!!!!!

    Hallo Jupp,


    also zu dem Punkt, warum ich meine Beratung über das TS abgeben möchte:

    -> weil wir jeden Dienstag ab 20:30 einen TS Abend haben, an dem besonders Jungimker Fragen in die Runde stellen können, die dann auch ausführlich besprochen werden können.


    Als ich die Einladung ausgesprochen habe, war meine Zeit für den TS reserviert. Und da beantworte ich dann nicht parallel Fragen im Forum. Und da ich meine Zeit nicht im Lotto gewonnen habe, kann ich es dann auch nicht helfen, wenn Jungimker dieses Angebot nicht wahrnehmen.


    Außerdem gibt es unter uns auch erfahrene Imker, die einfach nicht so gerne schreiben. Und für die dann lieber persönlich im TS eine Antwort geben.


    LG

    Susanne


    PS: und was ich im TS klären wollte war die Frage nach dem Standort des neuen Ablegers. Wenn der am Stand bei Shitwetter gebildet und abends nicht verstellt worde, kannst den gleich wieder auflösen, weil der dann ausgeräubert wird.

    Hallo,


    also das ist alles sehr schwierig per Ferndiagnose. Schwarze Bienen können auch einfach ganz alte sein und welche die in anderen Völker geräubert haben.


    Wenn du nicht nur so wenig Bienen und Kisten hättest, könntest du um zu lernen noch ne Weile zuschauen was passiert. Oder das Volk weit weg bringen und dann zuschauen. Da du aber die Beute brauchst und mit 2 gesunden Völkern in den Winter gehen möchtest, würde ich auch keine Experimente mehr machen :face_with_rolling_eyes:

    Jetzt bleiben noch Punkt 2) Lebensmittelhygiene:


    Noch mal der Form halber, dieser Thread wird keine rechtliche Beratung und ist ohne Gewähr !!!


    Jeder der Lebensmittel in den Verkehr bringt, hat sich selber um die Einhaltung von Gesetzen und hinreichende Information für die Herstellung von Nahrungsmitteln zu kümmern (z.B durch Schulungen oder durch anwaltliche Beratung)


    Zu diesem Punkt habe ich jede Menge gefunden. Jeder kann selber mal versuchen im Internet zu dem Thema etwas heraus zu finden. Es gibt Verordnungen und Gesetze, manches verständlich, manches in Juristendeutsch, vieles ist nachvollziehbar, wenn es um Betriebe geht, die mit leicht verderblichen tierischen Produkten hantieren.


    Als Imker schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen, wenn man und wie man die ganzen Verordnungen beachten soll. Für einen Hobbyimker nicht machbar, da kann man sich lieber ein anderes Hobby suchen.


    Nun habe ich glücklicherweise ein Papier von höchster Stelle gefunden, das die ganze Angelegenheit doch erträglicher macht. Besonders hat mich da der Punkt III über die Betriebsstätten erfreut:


    https://badische-imker.de/file…eitlinieimkerei080131.pdf


    Dazu muß ich aber sagen, dass ich oft erfahren mußte, dass viele Leute überhaupt keine Ahnung von minimaler Hygiene haben, weder in der Küche, noch sonst wo im privaten Bereich. Daher ist der Satz auf den ich mich bezog sicher nicht als Einladung zu verstehen, seinen Honig oder andere Nahrungsmittel zwischen dem schimmeligen Abwasch und dem fettigen Herd in der heimischen Küche herzustellen. Wer sich mit Lebensmittelhygiene nicht auskennt, sollte sich vorher gründlich informieren, oder einen Kurs besuchen.


    Gruß

    Na das ist doch super :thumbup::thumbup::thumbup:


    Also beim nächsten Ableger erstmal 4 Wochen warten, vor der Durchsicht tiiieeef durchatmen, überlegen, was man eigentlich sehen will - am liebsten Stifte oder schon Larven. Die Königin muss man überhaupt nicht suchen.


    Gruß

    Also es geht weiter mit dem 5 Punkt:


    Fragen nach Gewerbeanmeldung und steuerlichen Bestimmungen:


    Fragen nach der Einkommenssteuer werde ich hier nicht behandeln, das ist zu kompliziert und auch bei jedem anders.

    Es sei nochmal gesagt, dass alle folgenden Aussagen ohne Gewähr sind und von jedem selber auch noch mal ergoogelt werden sollten, bevor er / sie etwas verkaufen.


    Laut verschiedener Quellen habe ich jetzt herausgefunden, dass sich ein Imker laut Gewerberecht nicht als Gewerbetreibender anmelden muss, weil er ja Landwirt ist und landwirtschaftliche Urprodukte vertreibt.


    Für Imkereien bis zu 30 Völkern wird kein Ertrag angenommen und diese müssen theoretisch auch keine Buchhaltung haben. Für Imkereien 30 bis 70 Völkern beträgt der pauschale Gewinn 1000 € im Jahr. Das betrifft eigentlich nur die Einkommensteuer, ist hier aber relevant wenn es um Pflichten zur Buchhaltung geht. Theoretisch muss hier auch noch keine Buchhaltung erstellt werden, wenn man jedoch Produkte der zweiten Verarbeitungsstufe verkauft, oder Waren zukauft, muß man darüber Buch führen.


    Wenn man Produkte weiterverarbeitet in (zweite Verarbeitungsstufe (Wachs -> Kerzen, Honig -> Met) ) und der Umsatz der Weiterverarbeitung ein Drittel des Gesamtumsatzes seines Betriebes nicht überschreitet und der Gesamtumsatz des Betriebes unter der Grenze von 51.500 Euro bleibt, muss man ebenfalls kein Gewerbe anmelden. Die gleichen Grenzen gelten für zugekaufte Waren. Wobei der Vermarktungsweg (z.B. Internet) keine Rolle spielt.


    Ein weiterer Auszug aus einer Quelle lautet: der Verkauf von selbst gewonnenen Erzeugnissen der Land und Forstwirtschaft, des Wein, Gemüse, Obst, und Gartenbaus, der Geflügelzucht und der Imkerei sowie der Jagd und Fischerei ist eine Reisegewerbekarten freie Tätigkeit. das heißt ein Verkauf auf Märkten muss ebenfalls nicht angezeigt werden. Um in diesem Punkt Sicherheit zu haben, würde ich beim zuständigen Ordnungsamt noch mal nachfragen, da das offensichtlich regional unterschiedlich gehandhabt wird.


    Die Herstellung von Kerzen aus eigenem Wachs scheint in verschiedenen Regionen unterschiedlich gehandhabt zu werden. die einen rechnen es noch zur ersten Verarbeitungsstufe und die anderen zur zweiten


    So, das wars erstmal zu dem Punkt. Fortsetzung folgt....


    Gruss