Nosematose ... Krankheit erkennen und bekämpfen

  • [size=4]Allgemein [/size]
    [size=3]Die Nosematose wird durch dasMikrosporidium Nosema apis Zander hervorgerufen, das als Dauerform etwa0,5 m ovale Sporen bildet. Diese können im Pollen und Futter sowie auf verkoteten Waben enthalten sein. [/size]
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    [size=4]Krankheitsverlauf [/size]
    [size=3]Die Sporen werden von den Bienenmit dem Futter oder beim Reinigen der Waben aufgenommen. Sie keimen im Mitteldarm aus. Über den dabei herausgeschleuderte Polfaden dringt der Keim in die Zellen der Darmwand ein. Dort vermehrt sich Nosema apis. DieKeimfähigkeit der Sporen wird wesentlich von der Temperatur und von der Eiweißversorgung im Bienenvolk bestimmt. Schon nach einer Woche ist die Zelle in der Darmwand so mit Sporen gefüllt, dass sie in das Innere des Darms abgestoßen wird. Die Sporen werden nun entweder ausgeschieden oder infizieren andere Zellen der Darmwand. Mit der Zerstörung der Darmschleimhaut verliert die Biene die Fähigkeit, Eiweiß vollständig aufzuschließen. Durch den so entstehenden Mangel wird die Lebensdauer der Bienen wesentlich verkürzt. Aber auch die im Fettkörper angelegten Eiweißreserven werden schneller abgebaut und die Futtersaftdrüsen entwickeln sich nicht vollständig. Gleichzeitig wird der Kot der Bienen dünnflüssig, was bei ungünstiger Witterung (z.B. im Winter) zu einem erhöhten Kotstau und daher oft zum Abkoten im Bienenstock führt. Dies trägt wesentlich zur Verbreitung des Erregers bei. [/size]
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    [size=4]Äußeres Erscheinungsbild [/size]
    [size=3]Das Bienenvolk ist deutlichschwächer als normal. Viele Bienen haben einen aufgetriebenen Hinterleib. Oft wird die Erkrankung schon am Flugbrett anhand der braunen Kotflecken und der davor zu Klumpen zusammengezogenen Bienen sichtbar. In schweren Fällen ist auch das Stockinnere verkotet. [/size]
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    [size=4]Erkennen (Diagnose) [/size]
    [size=3]Das äußere Erscheinungsbildallein reicht für das Erkennen der Krankheit nicht aus, da bei Vergiftungen bzw. bei Ruhr zum Teil ähnliche Erscheinungen auftreten. Ein milchig-weiß gefärbter Darm weist immer auf einen starken Nosemabefall hin, während ein gelb oder bräunlich gefärbter sowohl von gesunden als auch von schwach befallenen Bienen stammen kann. [/size]
    [size=3]Die Darmprobe kann jederImker leicht selbst durchführen. Ein mittlerer und schwächerer Befall kann nur im Labor unter dem Mikroskop erkannt werden. Da nicht alle Bienen im Volk gleichermaßen befallen sind, müssen 20 bis 30 Bienen eingesandt werden. Am besten werden Flugbienen oder Bienen von der Oberfläche der Bienentraube abgesammelt. Die Untersuchung des Wintertotenfalls gibt den Befallszustand des Bienenvolkes dagegen nur ungenau wieder. [/size]
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    [size=4]Bekämpfung [/size]
    Es ist kein Medikament zugelassen. Medikamente können nurdie Vermehrung von Nosema apis stoppen, nicht die Sporen abtöten. DieDesinfektion des Beuten- und Wabenmaterials (z.B. mit 60%iger Essigsäure) ist daher besonders wichtig. Bei schwachem Befall kann schon eine Reizfütterung der Bienen im Frühjahr zur Heilung führen. Zusammen mit anderen vorbeugenden Maßnahmen wie Wabenhygiene, Standortwahl etc. ist es möglich, den erneuten Ausbruch zu verhindern. Da der Erreger in nahezu allen Völkern verbreitet ist, hat die Vorbeugung gerade bei der Nosematose eine übergeordnete Bedeutung.



    nosema.jpg


    Quelle: offene Arbeitsblätter meines Berufsimkerfreundes

  • In den früheren Jahren war die Nosema in unserem Lande stark verbreitet.
    Viele Völkerverluste traten im Frühjahr auf und waren auf Nosema zurückzuführen.
    Vor allem, bei schwach ausgewinterten Völkern, sollte man eine Darmprobe nehmen!


    Trotz regelmäßige AS Behandlung sollte man in der Durchlenzungsphase kontrollieren!

    Euer Bienenrudi ;)


    Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)