Beiträge von Bienenrudi

    Die starken Völker brauchen ca. 1/2 Kg Futter pro Tag.

    Wenn du flüssig füttern kannst ist es ok.

    Du kannst jetzt aber auch mit Teig füttern.

    Ab den 5. April soll es wieder warm werden, dementsprechend musst du das Futter dosieren.

    Nach dem Füttern die Honigräume aufsetzen da die Bienen Platz gebrauchen!

    Hallo JuliaLa!

    Du hast es genau richtig gemacht.

    Schmelze die Waben ein und du bist den Schimmel los.

    Nach der Auffütterung im Herbst entnimmst du dem Volk eine Wabe und den Rest vermittelst du in der Zarge!

    Es findet eine bessere Luftzirkulation statt und es dürfte kein Schimmel auftreten.

    Vorausgesetzt, dass Bienenvolk wird stark genug eingewintert.

    Schreiben vom 22. März 2020

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    leider haben die letzten beiden Wochen unser Leben komplett auf den Kopf gestellt.

    Jetzt wird klar, wie wichtig unsere Arbeit und vor allem die Arbeit unserer Bienen ist. Nur wir, die berufs- und erwerbsorientierten Imker haben die Power und die Möglichkeit, die Bestäubung sicherzustellen.

    Wir sind Teil der Landwirtschaft und somit systemrelevant!

    Es ist nach wie vor erlaubt, seine Arbeit auszuführen! Wir halten unsere Bienen nicht als Hobby!

    Für alle die Arbeitnehmern habe, bitte eine Bescheinigung ausstellten, damit sie sich ausweisen können.

    Es ist wichtig, dass wir unsere Bienen weiterhin in die Trachtgebiete bringen, damit es dieses Jahr auch wieder genug Obst und Gemüse und selbstverständlich auch Honig aus Deutschland gibt.

    Das BMEL hat mit Schreiben vom 16.03.2020, AZ 323-334000/0023 mitgeteilt, dass weiterhin die uneingeschränkte Verbringungsmöglichkeit für Tiere gilt.

    Wichtig: Bitte unbedingt eure Bescheinigung von der Berufsgenossenschaft, Tierseuchenkasse, Bescheinigung eurer Betriebsnummer oder irgendeinen Nachweis mitführen. Imker, die Ihre Bienen in die Trachtgebiete bringen, empfehle ich, ein Schreiben, Pachtvertrag oder ähnliches mit zu führen.

    Die Versorgung von Tieren gilt als triftiger Grund um das Haus zu verlassen.

    Bitte auch auf den Internetseiten der jeweiligen Bundesländer nachschauen, wie weit es Beschränkungen gibt.

    Für die jetzt anstehenden Arbeiten brauchen wir Unterstützung! Imker, die im Nebenerwerb tätig sind und Zeit zur Verfügung haben, bitte melden.

    Mit imkerlichen Grüßen

    Annette Seehaus-Arnold

    Präsidentin DBIB

    Ich würde vesuchen eine bestimmte Menge zu erhalten.

    Du kannst die Waben auch ein wenig aufwärmen und ausschleudern.

    Einschmelzen kann man immer noch. Der Wachsaulass wird gering sein.

    Hallo fibroin,

    diesen Text habe ich wohl übersehen.

    In diesem Jahr habe ich das Glück, nach und nach meine überschüssigen Futterwaben aus dem Februar, den Bienen zurückzugeben. Habe heute auch die ersten Baurahmen eingehangen. Die Völker haben sehr gut überwintert und sind sehr stark. Im Schnitt 3 Brutwaben und an Bienen 8 Waben überbesetzt. 1 1/2 DNM, das ist sehr zufriedenstellend.

    Ich habe schon Jahre gehabt, da wußte ich nicht wohin mit den überschüssigen Futterwaben.

    Wenn es einigermaßen warm wird, gärt das Futter bis zur Ablegerbildung.

    Ich habe eine große Kühlzelle für meinen Honig. Sie wird nur dann eingeschaltet, wenn extreme Temperaturen herrschen. Es ist ein Industriegerät und entsprechend im Stromverbrauch.

    Relativ kühl ist es aber in diesem Raum. Trotzdem sind mir viele Futterwaben in Gärung übergegangen.

    Deshalb sehe ich die Aufbewahrung in einer noch funktionierenden alten Kühltruhe.

    Um alle unterbringen zu können werden bei mir Waben mit Restfutter eingeschmolzen.

    Da wir im Emsland leider sehr viel Zwischenfruchtanbau haben, ist es schwer die Auffütterungsmenge einzuschätzen. Sollte im Spätherbst noch länger absehbares Flugwetter sein, stelle ich die Fütterung ein.

    So habe ich es im letzten Herbst gemacht und hatte Erfolg.

    Hallo Julia!

    Ich finde es gut, dass du dich von Anbeginn mit dem sehr wertvollen Bienenwachs beschäftigst.

    Ich gehe davon aus, du hast nur eine geringe Menge an Wachs als Anfängerin.

    Die alten schwarzen Waben würde ich über einen Bedarfshändler entsorgen; Umtausch oder Gutschrift.

    Der Aufwand des Einschmelzens ist riesig und lohnt sich nicht bei kleinen Mengen.

    Dein helles Wachs kannst du ohne weiteres in einem Wasserbad auflösen.

    Reines Bienenwach schmilzt bei ca. 65 Grad. Anschließend möglichst langsam abkühlen lassen.

    Je nach Menge ist dieser Block nach 24 Stunden zum Weiterverarbeiten fertig.

    Den Block reinigst du an der Unterseite, indem du den Trester mittels Stockmeißel entfernst.

    Jetzt wiederholst du diese Prozedur und dein Bienenwachs wird noch sauberer.

    Du kannst dieses Wachs jetzt für Kerzen, Batikarbeiten oder Wachstücher verarbeiten.


    Sollte dir der Wachsblock noch nicht an Sauberkeit zusagen, löst du ihn ein drittes Mal auf.

    Es ist auch möglich, das flüssige Wachs durch einen Jutesack oder Damenstrumpfhose zu gießen, um so sauberer wird er.

    Bei der Herstellung von Wachstüchern kann ich dir nicht behilflich sein.

    Bei allen Arbeiten mit heißem Bienenwachs ist äußerste Vorsicht geboten!

    Bienenrudi's Monatshinweise März


    „Im Tale grünet Hoffnungsglück ...“



    Winterzeit ist keine Ruhezeit

    ...für die Bienen ja, aber nicht für den Imker. Beutenmaterial und Werkzeug mussten gereinigt werden, Honig ist abzufüllen. Schulungen werden abgehalten, Märkte besucht.
    Letztes Wachs ist auszuschneiden. Beuten werden repariert. Winterstände müssen kontrolliert werden. Im Frühjahr, nun ab März, wird gepflanzt und gesät, die Bienenweide erweitert. Es ist schon wichtig, dass gerade der Imker mit einer größeren Anzahl Völker die Zeit richtig nutzt. Eine extensive Völkerführung sollte man anstreben, um in der Saison, besonders während der Arbeitsspitzen nicht ins Gedränge zu kommen und auch noch Muße für die Familie zu haben.


    Erste Nachschau

    Nun werden warme Tage genutzt, die Weiselrichtigkeit und den Futterstand zu kontrollieren. Spätestens jetzt sollten die Bienen eine schützende „Kopfbedeckung“ erhalten, um die Brut warm zu halten! Wenn keine Brut vorhanden ist, dann wird so ein schwaches Volk mit dem Nachbarvolk vereinigt. Wenn es das schwächere Volk zulässt, ist es auch möglich, dieses über Absperrgitter (mit abdeckender Zeitung) auf ein starkes Nachbarvolk zu setzen. Spätestens kurz vor Trachtbeginn entfernt man die obere Königin. Bei Weisellosigkeit wird einem schwächeren Volk einfach ein Ableger untergesetzt. Man bedenke, dass das zu erhaltende stärkere Volk immer das Flugloch beherrschen muss! Eine Reizfütterung, wie auch immer, wird nicht durchgeführt. Imkerschaft und Bieneninstitute haben Vor- und Nachteile getestet und kamen zu der Erkenntnis, dass es keinen Zweck hat, die Völker im Frühjahr zu reizen. Lediglich bei Futterknappheit werden Waben ausgetauscht. Vorteilhaft ist natürlich, wenn man Vorratswaben gesondert gelagert hat. Eventuell eingelegte Stockwindeln werden gezogen, gereinigt und wieder eingeschoben. Meine Völker stehen das ganze Jahr über auf so genannten Drahtböden. Diese werden nur bei hohem Totenfall gereinigt.


    Auf meinem Außenstand

    Da ich einen Teil meiner Völker auf Privatgrundstücken in Hausnähe aufgestellt habe, ist diese erste Nachschau auch wieder der erste Standbesuch seit der letzten Varroosebehandlung im November/Dezember. Frevelschäden gibt es auf den Grundstücken nicht. Außerdem macht die Familie des Eigentümers auch noch Reklame für meinen Honig. Die Bienenvölker stehen zu sechs (wegen der Ladeflächengröße von meinem Allrad), möglichst windgeschützt; das Flugloch ideal wäre 40 cm über dem Boden, wegen des günstigeren Kleinklimas (Luft- und Feuchtigkeitsaustausch). Auch das Zuwachsen der Fluglöcher durch Gras und Kraut entfällt. Halbschatten ist gerade für einen kleinen Freistand sehr wichtig, damit nicht die Sonne prall auf die Beuten scheint und durch Überhitzung noch das Schwärmen fördert. Die Flugrichtung sollte aus gleichem Grund möglichst nach Südost weisen. Die meisten meiner Beuten stehen auf besonders gefertigten Unterlagen. Sie bestehen aus zwei Kanthölzern, die mit zwei etwas höheren Querverbindungsstücken zusammensteckbar sind. Diese Unterlagen sind durch Hochdruckimprägnierung sehr lange haltbar. Die Kanthölzer sind an den Enden und in der Mitte mit einer Bohrung versehen. An den Enden reicht die Bohrung je zur Hälfte ins Kantholz, wo ein verzinktes Rohr, versehen mit einem Langloch, hineingesteckt wird. Über Winter werden zwei der normalen reißfesten Wandergurte (der Stahlbügel wird abgenommen) mit ihrer Öse an den angeschweißten Notgliedern eingehakt und über die Beuten zur Mitte hin durch das eingefräste Langloch gezogen. Das Rohr spannt durch Drehung den Gurt so stark, dass die Beuten winterfest und sturmsicher verankert sind. Das Rohr wird mittels Kette und Vorhängeschloss gesichert. Dieser kleine Mehraufwand schützt die Bienen nicht nur vor neugierigen Blicken in der Winterzeit, ich habe auch Ruhe vor Frevlern. Das Umwerfen einzelner Beuten ist nicht mehr gut möglich, und Kontrollfahrten werden für mich seltener. Allerdings ist gegen mutwillige Zerstörung zwar niemand geschützt, aber dem vorzubeugen ist immer günstig. Einfache Paletten als Unterlagen werden nur für die Wanderung und vorübergehend für Ableger gebraucht. Über Winter trocken gelagert, sind sie lange haltbar.



    Goldgelbes Bienenwachs

    Ein wichtiges Kapitel in der Bienenzucht ist die Hygiene, um jeglicher Art Krankheiten von den Bienen fernzuhalten. Einschlägige Literatur sollte man sich dafür beschaffen. Das sicherste Medikament, um Krankheiten abzuwehren, ist natürlich die aktive und optimistische Einstellung des Imkers zu seinen Bienen: Sauberkeit am Stand, viel neuer Wabenbau, Altwaben oder benutzte Gerätschaften nicht herumliegen lassen. Keinen Auslandshonig zur Fütterung verwenden! Er ist zwar billig, aber er enthält infizierende Sporen.


    Das gilt auch für Pollenfutterteig.

    Wenn Sie das alles beherzigen, liebe Imkerfreunde, brauchen Sie sich um Ihre Lieblinge keine Sorgen zu machen. Nur äußere Einwirkungen können hier noch Einfluss haben. Das wären ggf. die Varroosemilben. Darüber einiges in einer späteren Folge. Das Ausschmelzen von Bienenwachs ist eine Arbeit in der Imkerei, die nicht zu den angenehmsten gehört, aber gemacht muss sie werden. Wer nur ein paar Völker hat, dem rate ich, die anfallenden Waben auszuschneiden und gegen Mittelwände beim Handel umzutauschen. Das spart Zeit und vielerlei Umstände. Bei mir wird alles überschüssige Wabenmaterial, das nicht im Volk überwintert, eingeschmolzen. Ich habe dadurch nicht mit Wachsmotten zu tun. Bei einem größeren Wabenvorrat kann es leicht vorkommen, wenn nicht in bestimmten Abständen behandelt wird, dass die Wachsmotten überhand nehmen und der Wabenbau dahin ist. Und dann beginnt erst die Arbeit! Meine Wachsschmelze fasst 22 Rähmchen. Etwa 15 bis 20 Minuten dauert ein Schmelzvorgang, danach kommen die Leerrahmen in ein Säurebad, 3%iges Ätznatron. Sie sind damit desinfiziert. Nach anschließendem Abspritzen mit einem Hochdruckreiniger sind diese Rähmchen wieder wie neu. Wie viel Mehrarbeit hatte ich doch früher, als ich noch alle Waben nach herkömmlicher Methode ausschnitt und anschließend neu drahten musste. Das fast saubere Wachs wird in einfachen Futtereimern aufgefangen und so dem Handel zugeführt. Zur Abkühlung zuvor stelle ich den Eimer mit dem flüssigen Wachs für 24 Stunden in eine Segeberger Beute. Wer mit dem Wachs zur Ausstellung möchte oder Kerzen ziehen will, der muss den Schmelzvorgang noch ein- bis zweimal wiederholen. Je öfter das Wachs verflüssigt wird, desto sauberer und schöner wird es. Für diese Arbeiten leistet ein elektrischer Einkocher gute Dienste.



    Im Voraus denken und handeln

    Man kann mit etwas handwerklichem Geschick in der Imkerei vieles selber basteln. Alles zu kaufen, das geht ins Geld. Es ist darum jedem selbst überlassen, Rähmchen selber herzustellen. Über Sammelbestellungen mit einigen Kollegen oder dem angeschlossenen Imkerverein kann man Preise erreichen, die Eigenleistungen unrentabel machen. Übrigens gilt dies auch für Mittelwände, Beuten usw.


    Was die Bienenweide anbelangt, sind wir alle auf die Landwirtschaft angewiesen. Es gibt sicherlich einige Landstriche, wo nicht so aktiv Ackerbau betrieben wird (wie bei mir im Emsland). Eine größere Anzahl Völker setzt immer eine Wanderung voraus, das heißt, es werden Monokulturen wie Obst, Raps, Phacelia, Sonnenblume u. a. angewandert. Anders ist es bei den Klein- oder Standimkern, deren Bienen für die flächendeckende Bestäubung für unseren Staat wichtiger sind, als manch einer glauben will. Diesen Freunden empfehle ich, um ihren Stand herum kontinuierlich Stauden und Weiden verschiedener Arten anzupflanzen. Weiden sind ganz einfach durch Stecklinge zu vermehren. Wer seinen Bienenstand in Ortsmitte oder nahe einem Friedhof oder Stadtpark einrichten konnte, hat den Vorteil, dass Gärten und Anlagen nicht nur ständig neu bepflanzt werden und dass durch ständiges Pflegen und Gießen ein andauerndes Grünen und Blühen gefördert wird. Oft bieten sich bestimmte Baumarten in näherer Umgebung für eine Trachtnutzung an.


    Wie in den Wintermonaten sind auch jetzt noch Schulungen voll im Gange, sie sollten immer wieder besucht werden. Verbandstagungen werden abgehalten. Spezialkurse finden statt. Neuimker auf jeden Fall müssten hier präsent sein. Ältere Imker geben sich einen Ruck, um einmal Erlerntes wieder aufzufrischen. Eines ist gewiss, liebe Imkerfreunde, auch in der Bienenhaltung gibt es immer wieder etwas Neues bzw. neue Erkenntnisse.


    Wer möchte wohl nicht auf dem neuesten Wissensstand sein?!