Aufgestellt und eingeschaltet.

Tja fast es braucht dann doch noch ein paar Handgriffe bis alles so steht wie es soll.

Da mein Vater dieses Volk betreuen und bearbeiten wird, da ich aus Zeitmangel (beruflich) das nicht schaffen würde, musste ich mit ihm absprechen wo er das Volk stehen haben möchte und musste ihm erklären wie es aufzubauen ist.

Für den Aufbau der Stockwaage muss man nicht viel beachten.

Der Boden sollte eben sein da hilft dann gerne die Wasserwage. Das ist eigentlich auch schon das wichtigste. Denn wenn die Waage nicht gerade steht kann es zu Fehlmessungen kommen und dann ist die ganze Arbeit für den A****.

Des Weiteren sollte man darauf achten das die Stockwaage so aufgestellt wird das man beim bzw. vor dem Bearbeiten an dem Bienenvolk problemlos an den Schlüsselschalter kommt.



Schlüssel was?

Ja der Schlüsselschalter.

Dieser ist unten an der Waage angebracht und sorgt dafür das, wenn man das Volk bearbeiten möchte die Waage in den „Imkermodus“ schalten kann. Beim Umdrehen des Schlüssels stopp die Waage die Aufzeichnung der Daten und sendet den letzten vorhandenen Datensatz an den Server.

Wenn man seine Arbeiten abgeschlossen hat dreht man zuletzt den Schlüssel wieder um und aktiviert die Waage. Nun werden wieder Daten an den Server geschickt. Diese protokolliert nun das am Volk gearbeitet wurde und was sich an Kilogramm verändert hat. Optional kann man nun in der Weboberfläche einen Text eingeben woraus man später erkennen kann warum nach der Ernte plötzlich 100kg ( 😉 ) im Bienenvolk fehlen.


Kurze Hose oder Gummistiefel?

Damit man bereits im Vorfeld sich die passende Arbeitskleidung für das Imkern bereit legt kann man hier den Daten der Wetterstation vertrauen.

Die Wetterstation ist ein Kombigerät welches folgende Werde ausgibt:

-Außentemperatur

-Luftfeuchtigkeit

-Regenmenge

-Windgeschwindigkeit

-Windrichtung


Hatte ich nicht auch noch Brutraumtemperatur erwähnt?

Ja dazu komme ich später noch.

Die Wetterstation habe ich erhöht aufgestellt. Ich habe mich dabei ein klein wenig nach den Richtlinien des Deutschen Wetterdienstes gerichtet.

Wer diese genau einhalten und nachlesen möchte kann das gerne unter diesen Link:

https://www.dwd.de/DE/derdwd/b…_blob=publicationFile&v=6


Bei der Wetterstation gibt es sonst nicht viel zu beachten. Denn die Anleitung, die mitgeliefert wird, erklärt es kurz und einfach.

Das wichtigste ist lediglich das die Spitze also dort wo Windgeschwindigkeitsmesser und Windrichtungsmesser sitzen nach Norden zeigen. Auf dem Gerät selbst befindet sich auch eine Prägung mit einem Pfeil und dem Buchstaben N was vorgibt in welche Richtung es ausgerichtet werden soll.


Und was ist nun mit dem Brutraum?

Was soll damit sein?

Mitgeliefert wird ein Temperatursensor mit einem ca. 1m langen Kabel was direkt mit der Datenbox unter der Trägerplatte verbunden wird.

Vorgeschlagen wird laut Anleitung das man eine kleine Kerbe oberhalb der Zarge also dort wo der Deckel aufliegt aussägt.

Ich habe es pragmatisch gehalten.

Ich habe einfach ein Loch genau auf die Größe des Sensors in die Zarge gebohrt und zwar in einer der Griffmulden.

Darin habe ich dann den Sensor eingeführt wodurch ich direkt im Brutraum bin.


Und wir landet das alles nun im Internet?

In der Datenbox unterhalb der Trägerplatte befindet sich die gesamte Empfangs und Sendetechnik.

Dort werden alle Daten zusammen getragen und zwar im 5-Minuten abständen und werden dann gesammelt alle 1-2 Stunden an den Server von Wolf-Waagen gesendet.

Dies geschieht durch eine integrierte SIM Karte. Also diese wählt sich ins Handynetz ein wie ein Handy verschickt die Daten und legt sich dann wieder schlafen, um Akku zu sparen.


Akku?

Ja auch ein Akku ist in der Datenbox verbaut.

Je nach dem wie oft diese Daten loggen und versenden soll, hält er unterschiedlich lange.

Auch das Aufladen geht problemlos.

Dazu nimmt man einfach eine USB Powerbank (Mobiler Akku) und verbindet es mit der Stockwaage.

Dieser wird einfach dort eingesteckt wo sonst der Brutraum-Temperatursensor eingesteckt ist.

Man lässt den Akku laden und stöpselt dann nachher die Kabel wieder um und nimmt die Power-Bank wieder mit.


Habe ich noch was vergessen?

Dann stell mir gerne deine Fragen im dazugehörigen Diskussionsthema.

Kommentare 1

  • Danke Dennis für den tollen Bericht!


    Mir geht ein Gedanke dazu durch den Kopf:


    Mindestens 2x im Jahr musst Du an den Boden ran. Zum einen im Frühjahr zum Auswechseln gegen einen sauberen Boden (der Gesundheit wegen) bzw. zum Einsetzen der Bausperre in diesem Beutensystem. Und im Spätsommer vor der Ameisensäurebehandlung muss die Bausperre wieder raus.


    Du hast nun aber ein Loch gebohrt für den Temperaturfühler. Musst du ihn dann immer wieder raus- und reinfriemeln?
    Die Kerbe erscheint mir praktischer, zumal ja auch mal die Zarge gereinigt werden muss.