Ableger von DN auf Zander umsiedeln

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  • Hallo,


    Ich bin Neuimker und habe zwei Zander Dr. Liebig Beuten angeschafft.
    In bBerlin ist es aktuell nicht ganz einfach einen Ableger zu bekommen und gerade für das Zandermaß hab ich keinen finden können.
    Durch eine Bekannte, wurden mir jedoch zwei Ableger vermittelt, die beide auf DN sitzen.
    Ich hab schon einige Foren Einträge zu dem Thema gefunden, bisher jedoch keinen, der für mich aufschlussreich genug gewesen ist.


    Es ist jetzt Mitte Mai und nächste Woche stehen die Ableger zum Abholen bereit.
    wie bereits erwähnt, sind meine Beuten so wie mein Ablerger- Transportkasten ein Zander System.
    Ich habe einiges darüber gelesen, dass man ein Holzbrett als Adapter nutzen soll.
    Frage Nummer eins: welche Beschaffenheit und welche Größe sollte so ein Brett haben?
    Frage zwei: Gibt es bei dieser Variante ggf nicht viel Wildbau.
    Frage drei: Kann ich so ein Holzbrett auch in meine Styropor Transportbox anbringen?



    Ich habe Auch gesehen, dass man die DN Rähmchen einfach in die Zander Rähmchen einhängen kann.



    Frage vier: Wie kann ich diese darin Aufhängen? Brauche ich dazu einfach ein Oberträger im Zandermaß oder kann ich ihn einfach so reinhängen? Ist er nach unten dann nicht zu lang ?
    Frage fünf: wie sieht es dabei mit dem Wildbau aus?
    Frage sechs: wie Bringe ich sie rein technisch in den Zanderrähmchen an? hat jemand zufällig ein Foto davon?


    Eine weitere Variante über die ich gelesen habe ist es die DN Rähmchen in die Warmbauweise einzuhängen und eine obere Zarge mit Zander Rähmchen drüber zu platzieren, bis die Bienen sich umgesiedelt habe und die DN Rähmchen in der unteren Zarge dann auszuwechseln.


    Frage sieben: ist es jetzt Mitte Mai noch anzunehmen, dass das Volk sich so weit entwickelt, dass es von selbst in die obere Zarge umsiedelt?


    Für Anregung und Hilfestellung bin ich sehr dankbar.


    Liebe Grüße


    Dennis

  • Hallo Dennis,


    willkommen im Forum!


    Zur Zeit stelle ich z. B. mit meinem Probeimker von DN auf sein Wunschmaß Dadant als Trogbeute um. Das könntest Du Dir ansehen kommen.


    Die Liebig-Beute könntest Du zwar grundsätzlich auch auf DN umrüsten, dafür müssten aber neue Schienen angebracht werden (sofern Du diese Variante von Liebig hast, meine Liebig-Variante ist ausschließlich auf DN und ohne Schienen).


    Wenn Du aber auch künftig im Kaltbau arbeiten möchtest, dann ist ein Beutenumbau zu umständlich. Statt dessen, kann man mit wenigen Mitteln einen Adapter aus Holz bauen, sodass man von DN auf Zander umrüsten kann.


    Andererseits kann es sich durchaus lohnen, eine Zarge auf DN umzurüsten, das wäre dann auch eine Eintrittskarte für den späteren Verkauf von Bienen. Damit bist Du flexibler aufgestellt.


    Gut wäre es gewesen, wenn wir Dich heute im Teamspeak hätten begrüßen können, dann wären Deine Fragen schon geklärt.


    Ich schicke Dir eine PN.


    Viele Grüße
    Ute

  • Wenn ich Völker von Dn auf Zander umsiedeln will fülle ich eine Zarge mit Zander Mittelwänden nur in der Mitte lasse ich eine fehlen.Dann suche ich die DN Wabe mit der ansitzenden Königin und nehme sie aus der DN Zarge.Jetzt lege ich ein Absperrgitter auf das DN Volk.Die DN Waben mit ansitzender Königin kommt in die Mitte der Zander Mittelwände auf das Absperrgitter.Da die Königin nicht nach unten kann werden die Zander Mittelwände links und rechts von der DN Waben mit Brut und Königin schnell ausgebaut,damit die Queen weiter bestiften kann.Drei Wochenspätertausche ich die beiden Zargen nehme aber die DN Waben ohne Königin herausund ersetze sie duch eine Zanderwabe.DN Rähmchensind jetzt über Absperrgitter und können voll Honig getragen werden. Der Honig wird dann ausgeschleudert.Die DN Rähmchen entsorgrt und durch Zander Rähmchen ersetzt.
    Gruß Helmuth

  • Hallo Jule.


    Helmut hat offenbar ein Magazinsystem, dass sowohl DN als auch Zander beherbergen kann, zumeist ist das die Liebig-Beute oder die (DN-mal-Zander)Beuten, wie sie gerne in Polen genutzt werden. Darin ist das Ändern des Maßes auch noch einfacher möglich, indem man ihnen zwei Zargen als Brutraum aber mit den unterschiedlichen Maßen zur Verfügung stellt. Wenn die Zarge, die Du dann als künftiges Maß nutzen möchtest, bestiftet wird, ist auch der Zeitpunkt gekommen, wo Du die Wunsch-Zarge mit Königin nach unten setzen kannst, dann Absperrgitter dazwischen und oben läuft die restliche Brut aus.


    Ob so, wie hier beschrieben oder so, wie Helmut es macht, es braucht seine Zeit und sollte zeitig genug begonnen werden, beispielsweise im Mai bei guter Tracht, weil Wabenausbau auch Energie verbraucht.


    So, wie Helmut es beschrieben hat, wirst Du eine Verlängerung für den Oberträger des DN-Rähmchens benötigen, damit das DN-Rähmchen mit dem richtigen Beespace zwischen den Zanderrähmchen hängen kann und nicht umkippt.


    Wenn Du ein anderes Beutensystem hast, empfiehlt es sich, entweder mit einem selbst gebauten, beweglichen Adapter (Holzkiste) für etwa 3-5 Rähmchen zu arbeiten, der in die Zanderkiste gestellt wird. Darauf kommen die DN-Rähmchen und daneben Zander-Mittelwände. Die Bauerweiterung wird sich dann innerhalb einer Zarge abspielen, sodass Du nach und nach die nicht mehr erwünschten DN-Rähmchen entnehmen kannst. Ein DN-Einengschied ist dabei hilfreich, um die Königin am Stiften auf den DN-Rähmchen zu hindern. Sie können dort ggf. noch Honig ablegen, um versorgt zu sein, je nachdem, wie die Tachtverhältnisse sind, es sei denn, es ist schon Honig in den Zanderwaben abgelegt. Auf keinen Fall dürfen die Mädels darben.


    Diese Methoden praktiziere ich mit meinen Probeimkern, die mit anderen Beutenmaßen zu mir kommen, weil sie natürlich sofort anfangen möchten und nicht erst bis Juli warten möchten. Aber bis dann alle DN-Waben raus sind, dauert es eben schon mal bis Juli.


    Schneller geht es nur, wenn man ein Fegling oder Flugling bildet und zeitgleich einfüttert. Da ist man vom Zeitpunkt her flexibler. Das ist aber eine andere Vorgehensweise und hierfür kann man gerade den Zeitpunkt der höchsten Volksentwicklung zur letzten Honigernte nutzen, das ist bei mir Mittel Juli, dann schaffen es die Ableger auch noch bis zur Einwinterung.