Reinigungsflug

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  • Hallo hote, so ein Reinigungsflug vor der großen Kälte ist immer gut :thumbup: !
    Ich habe grad gesehen, dass Du seit 2017 imkerst, das ist dann der erste Winter mit Bienen für Dich...
    Keine Ahnung, ob Du einen Imkerpaten oder sonstige Ratgeber hast. Wichtig um diese Zeit und gerade vor einer heranziehenden Kälteperiode ist, den Futtersitz im Volk zu kontrollieren. Falls Du das seit Anfang Februar noch nicht gemacht hast, wäre es höchste Zeit, das auch bei niedrigen Plusgraden noch nachzuholen. Das bedeutet: Die Waben, auf denen die Bienen sitzen, nicht anheben sondern zusammenlassen. Nur die Waben daneben kontrollieren, ob da noch Futter drin ist. Falls nicht, dann diese leeren Waben ganz vorsichtig lösen und zur Seite damit, an die Stelle der leeren Waben volle Futterwaben hängen, direkt an den Bienensitz heran. Das geht schnell und kann das Volk vor dem Verhungern durch Futterabriss retten! Den Bienensitz währendessen evtl. mit einer Folie schützen, auch durch sachtes Handtieren verhindern, dass die Bienen auffliegen...

  • Hallo Anne,


    einen erfahrene Paten hab ich leider nicht nur einen Paten welcher 1,5 Jahre mehr Erfahrung hat.


    Bezüglich des Futters habe ich im Februar nicht geschaut, jetzt mach ich mir da natürlich eine Platte. Aktuell haben wir tagsüber -5°C und in der Nacht bis -13°C. Wenn ich jetzt das Magazin tagsüber aufmachen würde, ist der Termperatursturz trotzdem sehr hoch, was sicher nicht förderlich wär. Ich habe auch vorn durch das Flugloch geschaut, da sind richtig Eiszapfen zu sehen. Das spricht doch sicher dafür, das sich durch die Bienenwärme Kondenswasser bildet welches an der Magazinwand runter läuft und dann gefriert. Also alles spricht gegen ein öffnen der Magazine zu dieser Zeit.


    Jetzt meine Frage, für mich ist es kein Problem die Magazine in eine beheizte Fertigungshalle bei 20°C zu bringen. Dort könnte ich doch den Deckel abnehmen und schauen ob in den nicht besetzten Gassen noch Futter vorhanden ist oder? Gegeben falls dann Futtersirup in einem Beutel auf die Rähmchen wo die Traube sitzt auflegen um so zu füttern. Dann die Magazine wieder raus in die Kälte.


    Wäre das eine Möglichkeit zu Füttern oder ist das ein zu starker Eingriff und zuviel Bewegung und der Gedanke vielleicht absoluter quatsch? ?(


    Grüße hote

  • Und wie willst du in einer 20° warmen Halle die Bienen in der Beute zurückhalten?
    Bei 20° werden die sehr munter. Das ist wie der Versuch, Zahnpasta in die Tube zurückdrücken zu wollen :P
    Hebe die Beute an. Entweder sie ist schwer und alles ist gut, oder sie ist leicht und du mußt handeln. In einer Woche sollen die Temperaturen sich deutlich in den Plusbereich bewegen. Solange wird das Futter wohl noch reichen ;)

    Füttere dein Kind mit Gele' Royale, dann wird aus ihm einmal etwas ganz Besonderes
    Entweder eine Bienenkönigin, oder ein Transvestit tongue.gif

  • Hallo hote!
    Weist du wenigstens wieviel Kilogramm Sirup du eingefüttert hast?


    Die Aufstellung der Bienenvölker in der warmen Halle vergesse bitte!
    Umgekehrt ist besser. Die Bienen werden die Brutfläche verkleinern durch die anhaltende Kälte.
    Eine schnelle Futterkontrolle durch das Anheben vom Deckel können die Bienen verkraften.


    Eine Notlösung bei wirklichem Futtermangel und bei dieser Kälte ist folgende Methode:
    Flüssigen Sirup in Folie einschweißen.
    Aufwärmen, mittels Nadelstiche den Bienen Zugang zu verschaffen und auf die Rähmchenoberträger legen!
    Vorteil wäre ein Segeberger Deckel mit Aussparrung.
    Andernfalls Zarge oder Flachzarge aufsetzen und zusätzlich abdecken.


    Euer Bienenrudi ;)


    Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)

  • Moin zusammen,


    ich merk schon mit der Halle war bzw. ist keine gute Idee. Mit der Zufütterung hätte ich es auch so gemacht wie du es beschreibst Bienenrudi.


    Ich hab die beiden Ableger letztes Jahr mit je 22-23 kg aufgefüttert. War der Meinung das dies ausreichend ist.


    Eine Frage bezüglich dem Eis welches ich durch das Flugloch gesehen habe ich noch, ist das Normal? Ich hab schon gelesen und gehört das es Kondenswasser unter der Folie unterm Deckel gibt aber soviel das es bis nach unten läuft und sich dort sammelt? Die Fläche auf dem Boden ist ca. so groß wie zwei 2 Euro Münzen.
    ?(


    grüße hote

  • Hote, ich sehe grade, den anderen hat beim Lesen der Idee, die Beuten in eine Halle zu bringen, sicher auch schon der Schreckschweiß auf der Stirn gestanden ;)
    Ne, lass mal die Völker noch ein paar Tage in Ruhe, es kommen in den nächsten Tagen Plusgrade tagsüber. Dann möglichst mittags wie schon beschrieben nur die Waben AM BIENENSITZ checken, alles andere in Ruhe lassen. Und wie Rudi schon schrieb, drin ist sicher genug bei der genannten Kilozahl.
    Aber falls doch mal eine Plastiktüte mit Futter raufmuss: Aufpassen, dass die reingestochenen Löcher nicht auf die Rahmen rutschen können. - Bei Kontakt mit ihnen würde das Futter unkontrolliert auslaufen. - Also, Löcher weiter noch oben! Falls Du kein Einschweißgerät hast, gehen auch Gummis. Keine alten Gummis nehmen! Und immer 2 oder 3 Stück nehmen, falls einer doch mal heimlich reißt....
    Zur Feuchtigkeit: Ist irgendwo Regenwasser vor dem Frost oben reingekommen? Prüf mal alles auf Dichtheit. Sind die Fluglöcher trocken? Trockene Fluglöcher weisen auf intakte Völker hin, falls sie doch feucht sind, bedeutet es aber nicht gleich, dass alles zu spät ist...
    Ich selbst bin auch etwas hippelich, obwohl ich die Prüf-Aktion Anfang Februar schon gemacht hatte. Aber ein großes Volk war da etwas schwächer bestückt, die haben mehr weggeschlürft...

  • Moin zusammen,


    ich hab schon verstanden das in die Halle reinholen nicht so gut ankommt. Nur nochmal zur Erklärung wie ich es gemacht hätte. Ich hätte das Magazin reingeholt und gleich dran gearbeitet, ohne sich das Magazin aufwärmt. Dann den Deckel und die Folie runter. Folie aber nur bis ans Brutfeld, geschaut ob in der letzten Wabe neben dem Brutfeld noch Futter ist wenn nicht dann Futter wie oben beschrieben aufgelegt und das Magazin wieder verschossen. Das ganze Arbeiten im Volk wäre in 5 min durch gewesen und dann gleich wieder raus. So war der Plan, kam nicht gut an und werde ich nun auch nicht so machen. Schließlich wird es ab Sonntag zur Mittagszeit 7°C warm und dann werde ich da mal reinschauen.


    Bezüglich des Wasser / Eis kann ich mir eine Leckage nicht vorstellen da ich ja einen neue Blechabdeckung oben auf habe. werde dies aber beim schauen am WE mal überprüfen.


    Euch eine gute Zeit


    hote

  • Moin zusammen,


    heute war es nun soweit, ich konnte einen ersten Blick in die Beuten werfen. Es waren 5°C im Schatten und in der Sonne am Stand hab ich 11°C gemessen. Das erste Volk saß in 6 Gassen über die ganze Wabenlänge. Das hat mich sehr gefreut aber auch gewundert das es soviel sind. Ich habe mir die unbesetzten Rähmchen angeschaut und musste feststellen, dass Futter in vielen Zellen Kristalisiert war, die umliegenden Zellen waren leer nur direkt am Traubenrand war noch etwas verdeckeltes Futter. Hier hab ich mich entschlossen Futter hinzuzugeben. Beim zweiten Volk waren sogar 8 Wabengassen besetzt. Hier bekam ich jetzt richtig bammel, dass bei der größeren Bienenmasse noch weniger Futter da ist. Das hat sich aber nicht bestätigt. In diesem Volk ist noch einiges an verdeckeltem Futter vorhanden gewesen. Demzufolge habe ich hier kein Futter zugegeben.


    Die Aussage von Neustadtimker, versuch mal Zahnpasta wieder in die Tube zu drücke hab ich heut gut nachvollziehen können. Die Damen war nicht gerade erfreut mich zu sehen und sind wie die irren auf mich los. So kenne ich sie gar nicht. Bei den Temperaturen und der langen Zeit ohne einen Blick in das Magazin kann ich das aber verstehen.


    Ich werde nun in einer Woche wieder reinschauen und die Beutel aus dem Magazin nehmen. Mal sehen wie sie dann drauf sind, da sollen ja schon zweistellige Temperaturen herrschen.


    Euch noch einen schönen Rest Sonntag.


    Grüße hote

  • Ja, die Bienen spüren die Wärme ihres Imkers und nehmen Besitz von ihm :D , vor allem bei diesen Außentemperaturen! Da sind Jacke und Hut schnell schwarz vor Bienen und sie lassen sich nicht überreden, von der warmen Jacke wieder auf die kalte Waben zurückzugehen. Genau das wäre Dir auch in der Halle passiert. Schon der Transport zur Halle hätte eine große Unruhe ins Volk gebracht, alles in Allem hätte die Aktion sehr geschadet (nachfolgender erhöhter Totenfall, erhöhter Futterverbrauch, Durchfall wegen Stress).
    Solange noch Futter in den Völkern ist, brauchst Du eigentlich nicht zuzufüttern, nur wie schon beschrieben, leere oder fast leere Waben direkt am Bienensitz austauschen gegen volle oder vollere. Aufpassen, ob in den vermeintlich "leeren Futterwaben" nicht schon Stifte sind... In dem Fall kommen die vollen Waben neben diese Stiftewabe! Du kannst auch volle Waben aus einem anderen Volk umhängen in ein Volk, das wenig Futter hat. Das Spendervolk sollte nur keinen starken Durchfall haben, ein paar vereinzelte Kotflecken auf der Windel sind aber nicht gefährlich.

  • Hallo.
    Gestern haben die Völker bei schönem Sonnenschein , so um die 11°, ihren ersten Reinigungsflug unternommen. Alle Völker haben geflogen , Futter ist in letzter Zeit nur sehr wenig verbraucht worden. Ich denke das im Frühjahr wieder einiges an Futterwaben aus den Völkern entnommen werden kann um Platz zum Brüten zu schaffen.
    In der Bienenzeitung stand das ein Volk was nicht Brütet beim Dauerfrost nur 50 - 80 gram an Futter täglich verbraucht.

  • Bei uns waren heute in Berlin so um die 6 Grad, ich wollte unbedingt bei einem Volk, dass ich wegen Durchfalls von 2 Zargen auf eine Zarge gesetzt hatte, die Menge und den Sitz des verbliebenen Futters prüfen.
    Zuerst mal bekam ich aber einen Schreck, als ich an den Stand kam: Überall Kotflecken, rundherum, um und auf den Beuten, auf den Anflugbrettern ;(:D Der erste Gedanke, oh nein, haben die jetzt alle Duchfall?! Aber klar - vor allem am Sonntag war hier wohl richtig Betrieb bei 10 Grad, daher die massenhaften Farbkleckse...
    Ich kann bestätigen, was Gerd schreibt, es war nicht so viel Futter verbraucht, wie ich befürchtet hatte. Ich habe nur dieses eine Volk kurz angesehen, es war genug verdeckeltes Futter neben dem Bienensitz. Schön warm war es auf der Folie. - Also die brüten ganz ordentlich. - Die Windel (ich habe die immer drin) hatte zwar wieder ziemlich flüssige Kotflecken drauf, aber sie sitzen schön warm verpackt und werden es schaffen. Bei einem anderen Volk hat sich der Befall mit Kalkbrut etwas ausgebreitet, ist auf der Windel durch grau-schwärzlichen Gries sichtbar. Es ist aber noch zu früh, die einzelnen Waben zu sichten. Auf den Windeln ist auch sichtbar, dass alle Völker brüten, da ist richtig Betrieb - teils dicke Streifen von den Wachskrümeln der geschlüpften Brutzellen.
    Am kommenden Sonntag sollen hier um 15 Grad werden, da gehe ich bei allen Völker an die Futterwaben.Wenn, wie vorausgesagt, die Fröste dann vorbei sind, wird der Futterverbrauch ansteigen, durch Brutanstieg und stärkeren Flugbetrieb...

  • Hallo Anne.
    Kalkbrut kann auch vorkommen , wenn das Volk , z.B. bei plötzlicher Kälte, die Brut nicht mehr warmhalten kann und verlässt. Ist mir im Sommer mit Drohnenwaben auch schon passiert. Wenn es in der Beute wieder wärmer wird oder das Volk stärker, erledigt sich das wieder.

  • Hallo Gerd,
    oh ja, mit Drohnenbrut war es bei mir auch öfter mal im Sommer. Aber was solls, die schneide ich eh aus, aber es war schon lästig. Das war eigenartiger Weise auf die Drohnenwaben beschränkt...
    Am Sonntag sehe ich bei dem betroffenen Volk nach, wie viele Waben befallen sind. Es steht am Rand der Beutenreihe, ist zwar gut isoliert an den Seiten mit Wärmeplatten außen dran, aber die Beute ist ein älteres Modell. - Der Boden ist so konstruiert, dass sich an einer Stelle vermehrt Feuchtigkeit sammelt und Schimmelgefahr besteht.Ich komme da aber nicht ran, ohne die Waben in der unteren Zarge beseite zu räumen. Am letzten Wochenende waren wir in Greiz zum Imkertag in den Vogtlandwerkstätten. Und da haben wir gleich neues Beutenmaterial mitgenommen, das Problem mit der Feuchtigkeit ist dann erledigt. Ich habe schon fast komplett auf diesen Typ umgestellt (DNM-11er Beuten mit Falz), die Beuten sind echt gut.


    Ich schreib mal noch was über den Imkertag, das passt aber besser zum Thread "Bienensterben". :)