Imker/Honig Saison 2020 - Der Rücklick

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  • Moin liebe Mitglieder,

    ja mich gibt es auch noch in schriftlicher Form ;-)
    Ich habe dieses Thema nun einmal geöffnet damit wir mal hier zusammentragen können wie denn die Saison 2020 für jeden von euch gelaufen ist.

    Da wir ja auch ein paar Jungimker hier haben wäre es natürlich besonders Interessant wie ihr eure diesjährige Bienensaison erlebt habt.
    Aber auch die (und jetzt bin ich einmal unverschämt) alten Hasen hier können ja einmal berichten wie es bei Ihnen war.

    Ich freu mich auf eure Berichte.

    Grüße Dennis

  • Kurzfassung: Dieses Jahr habe ich wenig Honig und viele Bienen geerntet.

    Es ist rückblickend mein schlechtetstes Honigjahr, mit Ca. 10 kg p. Volk.

    Es ging zeitig los, mit der Entwicklung. Die Obstblüte diente nicht nur der Volksentwicklung, sondern wurde auch gut eingetragen. kurz darauf wurde es kalt und regnerisch. Dieser Zustand hielt rund 6 Wochen an. In dieser Zeit wurde wieder viel aus den HR aufgezehrt und die Völker schränkten die Bruttätigkeit ein. Danach wurde es dann heiß und trocken. So fiel die Spättracht noch mickriger, als die Frühtracht aus. Dies war trotz lang anhaltender Hitze in den beidnen Vorjahren nicht der Fall. Vermutlich, weil der Grundwasserstand noch tiefer als die letzten beiden Jahre ist und jetzt die tiefwurzelnden Bäume Schwierigkeiten bekommen, weil sie mit dem Oberflächenwasser nichts anfangen können und dessen Mengen so gering sind, das es nicht bis in die Tiefe vordringen kann.

    Dafür lief die Völkervermehrung dieses Jahr quasi wie von selbst. Ich hatte fast 90% legende Königinnen in den Ablegern 8):thumbup:

    Füttere dein Kind mit Gele' Royale, dann wird aus ihm einmal etwas ganz Besonderes
    Entweder eine Bienenkönigin, oder ein Transvestit tongue.gif

  • Das Bienenjahr 2020 war mittelmäßig. Volkstärken und Ablegerbildung waren erfolgreich, die Honigernte nur in der Frühtracht gut. Die Baumblüten brachten ordentlich Tracht, was sich auf die Honigernte auswirkte. Diese Ernte war gut, nicht sehr gut. Zum Sommer wurde es mau, die Linde brachte reichlich wenig, die Läppertracht anschließend war wirklich läppisch. Scheinbar haben durch die große Wärme die Blumen nicht richtig Nektar abgegeben. Nun ja, nach dem Abschleudern fütterte ich ein und das Futter wurde bereits für die Volksentwicklung benötigt.

  • Bei mir sieht es auch ähnlich aus:


    Ich habe viele Ableger gebildet die fast alle mit Erfolg zu verbuchen sind. Die Frühjahrsblüte bzw. Tracht war sehr dunkel und ich habe noch nie so viel vom Frühjahr geerntet als dieses Jahr. Dafür blieb die Sommertracht aber fast aus. Als die Linde blühte hat es nur geregnet, danach wurde es heiß und trocken. Das was ich im Sommer noch ernten konnte sind eigentlich die zur Frühjahrsblüte noch zu feucht gewesenen Waben, die ich auf den Völkern lies. Eine Honiganalyse die ich spendiert bekam wird dies bestimmt bestätigen aber da muss ich noch auf das Ergebnis warten.


    Ich hatte zudem sehr viel zu kämpfen mit Schwarmstimmung die dann auf einmal komplett nachlies. Die ständig schwankenden Temperaturunterschiede machen die Behandlung gegen die Milbe nicht leicht.

  • Hallo.

    Bei mir war es ein sehr gutes Jahr. Die Frühtracht und auch die Sommertracht waren doch recht zufriedenstellend mit einer Durchschnittjahresernte von 45 kg / Volk . Ablegerbildung und Königinnenzucht war auch sehr gut.

    Bin doch recht zufrieden.

  • Die Natur passt schon auf das die Imkerschaft in den Bereich der Millionäre aufsteigt.

    Konnten wir hier im Emsland doch eine super Frühtrachternte einfahren.

    Schon 14 Tage später musste schon wieder geschleudert werden. Ein sehr dunkler Blatthonig von der Eiche und Ahorn. Diese Schleuderung haben viele Imker/Innen garnicht wahrgenommen.

    Die Lindentracht wurde mit schlechtem Wetter begleitet, so das eine Rekordernte ausblieb.

    Kunstschwärme und viele Königinnen wurden verkauft. Alles in allem bin ich mit der diesjährigen Saison mehr als zufrieden.

    Euer Bienenrudi ;)


    Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)

  • Soviel Frühlingshonig wie dieses habe ich in 36Jahren nie geerntet und dann noch zum Teil sehr dunkel. Der lies sich sehr gut verkaufen in den letzten Wochen zu gutem Preis.

    die Sommerernte war etwas geringer /Volk als in den Jahren davor. Da ich aber in diesem Jahraus den Bienen der Honigräume von zu Ostern verkauften Völkern bereits Anfang Mai bereits begattete Jungvölker hatte haben die zu einem sehr guten Bienenhonig gesamt Jahr geführt. Leider war durch Corona meine Marktstrategie mit Vorträgen samt Verkauf total ausgefallen bis wann ist noch offen, muss ich mich z.Z. auf Wochenmärkten bemühen Honig los zu werden. Alle Weihnachtsmärkte sind auch abgesagt. Mal sehn wie ich den Honig los werde.

    Gruß euer Ruhrgebietsimker

  • Das Bienenjahr ist bisher normal verlaufen.

    Ein Volk von dreizehn Völkern war im Frühjahr sehr schwach, so daß ich es aufgelöst habe.

    Im Mai und Juni war es hier an der Ostsee noch sehr kühles Wetter.

    Die erste Schleuderung des Frühtrachtshonigs fand erst Mitte Juni statt. 14 Tage später , nach Ende der Rapsblüte konnte ich noch 8 kg Rapshonig ernten. Mitte Juli schleuderten wir den letzten Sommerhonig aus, er war auch wieder, wie in den letzten Jahren vom Blatthonig etwas braunlich.

    Mit einem Durchschnittsertrag von 34 kg / Volk bin ich zufrieden.

    Um zwei gekaufte wertvolle belegstellenbegatte Weisel mitten im Sommer bei Tracht sicher in Vollvölker einzuweiseln, habe ich erstmals Kunstschwärme in der eigenen Beute gebildet.

    Die gesamte Beute beiseite gestellt, auf den Standplatz einen neuen Boden, darauf eine Leerzarge, darüber eine Zarge, ausgestattet mit 2 Futterwaben als Stirnwaben, dazwischen 9 Rähmchen mit Anfangstreifen, die Weisel im verschlossenen Transportkäfig ohne Begleitbienen mitten zwischen die Leerrähmchen gehängt.

    Nach dem entfernen der alten Weisel die gesamten Bienen von allen Waben vor dem Flugloch auf einer Pappe abgefegt, sie liefen wie ein großer Schwarm in die Beute.

    Nach 24 Stunden die Weisel zum Ausfressen freigegeben.

    Die bienenfreien Brutwaben den Ablegern zugehängt, die bienenfreien angetragenen Honigwaben nach 14 Tagen dem Volk wieder über Absperrgitter aufgesetzt und die Leerzarge entfernt

    Nach 14 Tagen öffnete ich erstmals das Volk, die Waben mit Naturbau waren 3/4 heruntergebaut und die jungen Weisel hatten ein schönes großes Brutnest angelegt.


    Freundliche Grüße


    Martin