Tag der Biene in Slowenien

    • Tag der Biene in Slowenien

      Tag der Biene in Slowenien

      „Das Herz der Imkerei schlägt in Slowenien“ sagte Phillip McCabe der Präsident der Apimondia zur Eröffnung des Weltbienentages im slowenischen Zirovnica. Mit großartiger Mobilisierung feierte der slowenische Imkerbund im Geburtsort von Anton Jansa, dem Vater der modernen Imkerei. Durch die Idee und die Beharrlichkeit der slowenischen Delegation in der UN wurde der 20. Mai zum Tag der Biene. in einem großen Festzelt waren über 5.000 Teilnehmer, außerdem die diplomatischen Vertreter und ausländische Gäste eingeladen. Der Staatspräsident Borut Pahor und der Landwirtschaftsminister Dejan Zidan machen ihre Aufwartung. Von den rund 2 Mio. Slowenen imkern ca. 5 %.

      Im Vorfeld der des 20. Mai wurde eine hochkarätige wissenschaftliche Konferenz mit Bienenexperten aus der ganzen Welt abgehalten. Die außergewöhnliche Qualität der Vortragenden glich einer Mini-Apimondia. Sie zeigt auch, wie hoch die Imkerei politisch in Slowenien aufgehängt ist und wie stark die Politik die Imker unterstützt. Die Ausgestaltung von EU-Normen wird von den Bieneninstituten und Imkerverbänden gemeinsam aktiv ausgestaltet. Slowenien kann sich selbst mit Honig versorgen.

      Lucas Garibaldi (Argentinien) erklärte die Erkenntnis, dass manche Flächen 50% höheren Ertrag liefern, obwohl ansonsten gleiche Bedingungen herrschen: Scheinbar „nutzlose“ Flächen, wie Hecken, Feldraine oder ungenutzte Flächen beherbergen eine Vielfalt an Bestäubern, die für den erhöhten der Ertrag verantwortlich sind. Ein Defizit an Bestäubern bewirken ein instabiles Ökosystem und in der Folge instabile Ernten. Ausgeräumte Landschaften mit Monokulturen ziehen automatisch hohe soziale Zusatzkosten nach sich.

      Danilo Bevk (Slowenien) konnte von den wenig untersuchten 500 Wildbienenarten in Slowenien berichten. Nahrungsmangel, Mangel an Nistplätzen und der Import von Hummeln setzen den noch existieren Spezies auf vielfältige Weise zu.

      Pushpendra Bhandari (Indien) zählte die vielfältigen positiven Eigenschaften und die Verankerung in der Ayurveda auf: Gelee Royal, Bienenlarven, Apilarnil und Bienenbrot. Alina Varadi (Rumänien) fokussierte sich auf den Terminus der Api-Ernährung (Apinutrition). Mit Bienenprodukten ist eine nachhaltige Ernährung kostengünstig zu erreichen und das Einsatzgebiet reicht z.B. bei Gelee Royal von der Ermüdung bis hin zur Brustkrebsbekämpfung. Frau Varadi zeigte zahlreiche Untersuchungen, Fallstudien und Analysen.Unter anderem fand sie 10-HDA im Bienenbrot, Vitamin D im Apilarnil und Q-10 in den Königinnenlarven.

      Mojca Korosec (Slowenien) berichtete vom Aufbau der slowenischen Referenzdatenbank mit mittlerweile 1.000 Honigproben. Dr. Lutz Elflein (Hamburg) beschrieb die möglichen Kontaminationen von Honig und Bienenprodukten, um dann näher auf die Honigfälschung einzugehen. Die EU hat ein spezielles Monitoringprogramm dazu initiiert, um die Methoden zu entwickeln und zu verfeinern. Aktuell werden 14,2% Fälschungen bei den Proben gefunden. Als besonders problematisch erweist sich der Mangel an Spezifikationen. Bei Gelee Royal und beim Wachs wird hieran aktiv gearbeitet.

      Andreja Kandolf (Slowenien) wies auf die Gefahren von Winterfutter hin und zeigte illustrative Bilder, wie angefärbtes Winterfutter von den Bienen in den Honigraum ungetragen wird. Giovanni Formato (Italien) fasste den Stand der Varroabekämpfung zusammen: Chemische Mittel sind teuer und werden gar nicht gebraucht. Bei den organischen Säuren muss die Anwendung standortangepasst sein, da die Wirksamkeit extrem abhängig von lokalen Bedingungen ist.

      Jiri Piza (Tschechei) und Mojca Bozic berichteten von der Wichtigkeit der Nachwuchsförderung und dem Know-how Transfer. Noa Simon-Deloso (Belgien) beschrieb plastisch die verschiedenen Möglichkeiten der Kreuzkontamination bei Pestiziden und zeigte, daß das Haarkleid der Biene Nanopartikel und somit Gifte aus der Luft aufnehmen kann, die sie dann orientierungsunfähig machen kann. Selbst bienenunattraktive Pflanzen, wie Kartoffeln, werden von Bienen beflogen und haben beispielsweise in Belgien zu massiven Bienenverlusten geführt. Die Neonicotinoide sind 7 bis 10.000-mal giftiger als DDT. Die Anwendungsniveaus sind aber nicht in dieser Größenordnung gefallen. Bienenfreundliche Zwischensaaten, wie Facelia und Senf haben wegen der Mobilisierung von Pestiziden im Boden ebenfalls zu Bienenverlusten geführt.

      Dan Isikowich berichtete, wie man in Israel durch gezielte Suche Trachtlücken schließt und der Biene trotz des schwierigen Klimas kontinuierliche Nahrungsquellen, die nicht mit den zahlreichen Spezialkulturen kollidieren, anbieten kann.
      Zum Ende berichteten Mladen Ljubisic und Tanja Korosec über die Möglichkeiten sanften Tourismus in Imkereien zu bringen. Slowenien bietet mittlerweile hochpreisige (9.000 Euro/7 Tage) Reisen an. Kern ist hier die Authentizität, die intakte Umwelt und weitere Wellnessangebote, wie Stockluft und

      Fallstudien und Analysen.Unter anderem fand sie 10-HDA im Bienenbrot, Vitamin D im Apilarnil und Q-10 in den Königinnenlarven.

      Mojca Korosec (Slowenien) berichtete vom Aufbau der slowenischen Referenzdatenbank mit mittlerweile 1.000 Honigproben. Dr. Lutz Elflein (Hamburg) beschrieb die möglichen Kontaminationen von Honig und Bienenprodukten, um dann näher auf die Honigfälschung einzugehen. Die EU hat ein spezielles Monitoringprogramm dazu initiiert, um die Methoden zu entwickeln und zu verfeinern. Aktuell werden 14,2% Fälschungen bei den Proben gefunden. Als besonders problematisch erweist sich der Mangel an Spezifikationen. Bei Gelee Royal und beim Wachs wird hieran aktiv gearbeitet.

      Andreja Kandolf (Slowenien) wies auf die Gefahren von Winterfutter hin und zeigte illustrative Bilder, wie angefärbtes Winterfutter von den Bienen in den Honigraum ungetragen wird. Giovanni Formato (Italien) fasste den Stand der Varroabekämpfung zusammen: Chemische Mittel sind teuer und werden gar nicht gebraucht. Bei den organischen Säuren muss die Anwendung standortangepasst sein, da die Wirksamkeit extrem abhängig von lokalen Bedingungen ist.

      Jiri Piza (Tschechei) und Mojca Bozic berichteten von der Wichtigkeit der Nachwuchsförderung und dem Know-how Transfer. Noa Simon-Deloso (Belgien) beschrieb plastisch die verschiedenen Möglichkeiten der Kreuzkontamination bei Pestiziden und zeigte, daß das Haarkleid der Biene Nanopartikel und somit Gifte aus der Luft aufnehmen kann, die sie dann orientierungsunfähig machen kann. Selbst bienenunattraktive Pflanzen, wie Kartoffeln, werden von Bienen beflogen und haben beispielsweise in Belgien zu massiven Bienenverlusten geführt. Die Neonicotinoide sind 7 bis 10.000-mal giftiger als DDT. Die Anwendungsniveaus sind aber nicht in dieser Größenordnung gefallen. Bienenfreundliche Zwischensaaten, wie Facelia und Senf haben wegen der Mobilisierung von Pestiziden im Boden ebenfalls zu Bienenverlusten geführt.

      Dan Isikowich berichtete, wie man in Israel durch gezielte Suche Trachtlücken schließt und der Biene trotz des schwierigen Klimas kontinuierliche Nahrungsquellen, die nicht mit den zahlreichen Spezialkulturen kollidieren, anbieten kann.

      Zum Ende berichteten Mladen Ljubisic und Tanja Korosec über die Möglichkeiten sanften Tourismus in Imkereien zu bringen. Slowenien bietet mittlerweile hochpreisige (9.000 Euro/7 Tage) Reisen an. Kern ist hier die Authentizität, die intakte Umwelt und weitere Wellnessangebote, wie Stockluft und Honigmassage, sowie die Erlebnisimkerei. Aktuell berichten die New York Times, die BBC und der Telegraf über diese ganz exklusiven slowenischen Möglichkeiten den Urlaub zu gestalten.

      Zum Abschluss nahmen die internationalen Gäste und Referenten an der feierlichen Eröffnung des Denkmals der Krainer-Biene in Visna Gora teil. Dort weihten der Landwirtschaftsminister und Philip McCabe unter den Verdiklängen eines Orchesters zusammen mitüber 1.000 Zaungästen das Denkmal feierlich ein. Im Anschluss gab es ein großes Fest mit Live Musik in einem extra errichteten Zelt.
      Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Tag der Biene in Slowenien


      Honigpreise im freien Fall

      Der größte Abfüller von Honig in Australien Capilano hat seinen Kunden während der dortigen Erntesaison mitgeteilt, daß er keinen Honig mehr aufkaufen wird. Die Bestände, selbst, wenn man eine Reserve für schlechte Jahre einkalkuliert, sind zu stark angestiegen und die inneraustralischen Endverbraucherpreise weiter gefallen. Dies ist symptomatisch für die aktuelle Lage auf dem Honigweltmarkt. Phillip McCabe, Präsident der Apimonida, der weltweiten Vertretung der Imker beziffert den Anteil an gefälschtem Honig weltweit auf 37%. Nicht nur in China wird massenhaft Honig mit Hilfe von Reissirup nachgestellt. Die Gruppe der „Schüler“ die mit dieser Technologie fälschen wie z.B. Vietnam, Indonesien oder Ukraine wird größer. Die Zugabe von lokalem Pollen perfektioniert das Produkt, so dass es mit klassischen Methoden nicht mehr von Honig zu unterscheiden ist.

      Speziallabore haben hier mittlerweile viel Arbeit die Entwicklung neuer Techniken, wie NMR oder die Kombination von Flüssigkeitschromatographie und Massenspektrometrie investiert. Der Nachteil beim NMR ist, daß man mit Hilfe von richtigem Honig eine Referenzdatenbank aufbauen muß. Dies versuchen die Fälscher mit z.T. staatlicher Unterstützung zu hintertreiben. Auch scheinen mache Importeure von dem Aufbau dieser Datenbank nichts zu halten. Mit diesen Methoden werden allerdings bislang innerhalb der EU nur 14% des Honigs als Fälschungen entdeckt. Das liegt daran, dass der Aufbau von vielen Daten Zeit benötigt und man auch sicher gehen will, dass man nicht jemand der Honigfälschung bezichtigt, nur weil eine Komponente z.B. wetterbedingt plötzlich heraussticht.

      Staatliche Labore sind bei dieser hoch innovativen Entwicklung, laut Insider weit abgehängt. Die aktuellen Methoden werden erst in einigen Jahren „validiert“ sein. Die Qualität des industriellen „Honigs“ ist auch sensorisch nicht zu beanstanden. Mit den klassischen Methoden kann man höchstens den kleinen Imker mit zu hohem Wassergehalt oder ungenügender Lagerung nachjagen. Die Imkerverbände mit ihren Honigbewertungen hätten hier gute Startbedingungen viel Proben zu stellen und zumindest für den heimischen Honig in absehbarer Zeit Sicherheit zu schaffen, wie das in Slowenien schon seit einiger Zeit betrieben wird.

      Also von 10 Gläsern Honig sind vier gefälscht. Durch die Praxis der Mischungen und Verschleierung des Ursprungs mit der ganz legalen Bezeichnung „Honig aus EU und nicht EU Ländern“ kann man getrost davon ausgehen, dass weit mehr Gläser Anteile von Fälschungen enthalten. Diese exorbitant erscheinende Zahl ist sehr gut abgesichert. Der Argentinier Norberto Garcia, Leiter der Honigkommission der Apimonida analysiert dazu die weltweiten Export- und Importstatistiken. Außerdem analysiert er die Zahl der Bienenvölker und ihren Ertrag. Durch das weltweite Bienensterben ging die Anzahl der Völker und durch klimabedingte Ereignisse der Durchschnittsertrag zurück. In Australien ging auch die Anzahl der Imker zurück. Dieses globale Puzzle liefert Norberto Garcia eine eindeutige Aussage.

      Dass sich die Honigpreise für den Supermarkthonig und echtem Imkerhonig auseinanderentwickeln werden, ist nicht überraschend, da die Verbraucher mittlerweile wesentlich bewusster kaufen. Dass aber Preise von unter 2,50 € pro 500 g Glas für „Bio“-Honig im Discounter stehen, ist ein Alarmsignal und eine Kampfansage für alle redlichen Marktteilnehmer. Norberto Garcia berichtet von Imkereien in Südamerika die Pleite gehen. Der Schaden für das Ökosystem aufgrund der fehlenden Bestäubung ist gar nicht zu quantifizieren. Das geht bei den Familien, die vom Honigexport leben, schon eher. Aber selbst, wenn der der Marktpreis sich differenziert, sind die 2,50 €/Glas ein Referenzwert. Er verhindert die faire Entlohnung für die Leistung der Imker. Dies ist gerade in Deutschland wichtig, wo die Agrochemie erfolgreich die Bestäuber um bis zu 70% reduziert hat. Die Bienen springen in die Bresche und bestäuben - jedenfalls teilweise – die Pflanzen, die sonst anderen Insekten vorbehalten wären. Dies hält die komplexen Ökosysteme noch einigermaßen im Gleichgewicht.
      Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Nachfolgend Impressionen zu dieser Veranstaltung.

      Alle Bilder by Dr. T. Gloger

      20180518_102521Apilarnil Sprecher Pushpendra Bhandari- Peter Kozius, Natasha Lilekc.jpg
      Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Feierliche Eröffnung des Denkmals der Krainer-Biene in Visna Gora
      20180518_193211 feierliche Eröffnung des Denkmals der Krainer-Biene in Visna Gora c.jpg
      Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Typisch slowenisches Bienenhaus mit Ruhebett und Stockluftmöglichkeit
      20180519_092449 Typisch slowenisches Bienenhaus mit Ruhebett und Stockluftmöglichkeit c.jpg
      Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Aus jedem Land eine Biene von Schulkindern aus Recyclingmaterial gemacht
      20180519_144111 Aus jedem Land eine Biene von Schulkindern aus Recyclingmaterial gemacht c.jpg
      Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Phillip McCabe Präsident Apimondia mit der Honigkönigin
      Dateien
      Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)
    • Euer Bienenrudi ;)

      Klugheit ist, die Kunst zu Erkennen, was man übersehen muß. (W. James)
      Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten! (Katharina von Siena)